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Zur Entwicklung des Verkehrs in der Wittlicher Innenstadt

Ihre Meinung : Alle Beteiligten sind gefragt

Zur Entwicklung des Verkehrs in der Wittlicher Innenstadt schrieb uns dieser Leser:

Man kann objektiv behaupten, dass es in der Innenstadt wieder bergauf geht, wenn die Fahrtrichtung der jetzigen Verkehrsführung geändert wird, also vom Marktplatz die Neustraße hinauf Richtung Post beziehungsweise Sparkasse. Aber Stopp: Dieser Einwand ist nur ein Spaß!

Meine Tendenz ist grundsätzlich gegen den Durchgangsverkehr mit den Ausnahmen Lieferverkehr, Besuche bei Ärzten und Apotheken, gegebenenfalls mit entsprechendem Ausweis. Gründe: Die Kunden der Gastronomie-Betriebe möchten Kaffee und Kuchen nicht mit Abgasen konsumieren. Fußgänger sind genervt vom Fahrzeugverkehr und meiden solche Straßen. Stellflächen für Textilien, Schuhe, Blumen et cetera sind eine wichtige Verkaufsfläche.

Vor jedem Ladenlokal können maximal ein bis zwei Autos parken, also sind von den autofahrenden potenziellen Kunden maximal ein bis zwei Kunden im Geschäft. Die Zahl der potenziellen Kunden, die aufgrund der Verkehrsführung die Innenstadt meiden, ist weit höher. Das städtische Pflaster muss mit hohen Kosten alle paar Jahre ausgewechselt werden.

Weitere Vorschläge zur Verbesserung der Situation: Hier sollte ein ganzes Bündel in Betracht kommen, wozu die Vermieter, die Geschäftsinhaber und auch die Stadt gefordert wären.

Vermieter-Überlegungen: Häufig sind die Geschäftsinhaber Pächter, im Gegensatz zu früher, als die Geschäftsinhaber Eigentümer der Häuser waren. Warum sollte die Pacht sich nicht an den Erlösen der Pächter orientieren oder zunächst die Pacht in der Startphase  erlassen werden? Leerstände sind teurer!

Überlegungen der Geschäftsinhaber: Bevor ein Geschäftslokal eröffnet wird, sollte überlegt werden, ob das Geschäft ein Alleinstellungsmerkmal hat. Es macht wenig Sinn, das dritte oder vierte Schuhgeschäft zu eröffnen. Hobby-Vorstellungen sollten ausgeklammert sein, Spaß an Mode oder Technik ist kein Geschäftsmodell. Die Fragestellung lautet: Habe ich genug Kunden hier in Wittlich für dieses Produkt oder diese Dienstleistung – und mit welchen Einnahmen kann ich rechnen? Ist vielleicht ein kostenloser Service im Stadtgebiet sinnvoll? Was biete ich vor meinem Geschäft an: Waren zur Ansicht, ein Bank als Sitzmöglichkeit? Überlegungen der Stadt: kostenlose Freiflächen, damit die Geschäftsinhaber mit ihren Waren werben können. Am Radweg Burgstraße/Friedhof fehlt eine Tafel mit Gastronomen und einem  Stadtplan. Hier könnten Gastronomen/Cafés/Eisdielen gelistet und skizziert eingetragen sein. Radfahrer legen oft einen Stopp in Wittlich ein. Eine solche Tafel könnte auch für die Radfahrer aus Richtung Bernkastel in der Nähe des Busbahnhofs oder der Stadtverwaltung aufgestellt werden. Dies waren nur einige Vorschläge.