Zur Feuerwehr, weil es Spaß macht

Zur Feuerwehr, weil es Spaß macht

Die Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Thalfang haben rund um den Thalfanger Weiher an acht Stationen ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis gestellt. Die Stützpunktwehr hat die Gelegenheit genutzt, um Werbung für sich zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen.

Thalfang. Spielerisch für den Nachwuchs sorgen: Das wollen die Verantwortlichen der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Thalfang. Sechs der acht Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde nehmen am Tag der Jugendfeuerwehren an einem Wettbewerb teil, bei dem die Nachwuchskräfte an acht Stationen Aufgaben erfüllen müssen.
Ebenfalls dabei die Jugendfeuerwehr Idarwald und die Bambinifeuerwehr der Verbandsgemeinde. Dazu nutzt die Thalfanger Stützpunktwehr den Anlass zur Präsentation ihrer Ausrüstung. Die Drehleiter ist schon aus weiter Entfernung zu sehen.
Die jüngsten Feuerwehrfans im Grundschulalter bekommen etwas Hilfe von den Erwachsenen, die sie durch die Übungen begleiten.
Einen Luftballon durch drei Feuerwehrschläuche aufblasen erweist sich als zu schwer für die Acht- und Neunjährigen, und auch beim Aufbau eines Wasserwerfers, mit dem das Wasser aus dem Thalfanger Weiher entnommen wird, helfen die Betreuer. "Mal schauen, wie weit wir spritzen können", heißt es, und schon schauen die Jungen und Mädchen gebannt zu, wie das Wasser in hohem Bogen wieder in den Thalfanger Weiher zurückspritzt.
An den acht Stationen rund um den kleinen See sind insgesamt acht Stationen aufgebaut, an denen sich der Nachwuchs misst. Gummistiefel weitwerfen, mehrere Knoten aus dem Stand vorführen und Tischtennisbälle durch einen Feuerwehrschlauch befördern, gehören zu den Aufgaben, die zu bewältigen sind. "Es macht Spaß und ist interessant, es hat nicht so einen Wettkampfcharakter", sagt der 15 Jahre alte Lucas von der Jugendfeuerwehr Thalfang.
Rund 100 Jugendliche, davon ein Viertel Mädchen, sind in den acht Jugendfeuerwehren der VG organisiert, sagt Jugendwart Rainer Böcker. "Die Mädchenquote wird größer", ergänzt er. Man wolle in den Jugendfeuerwehren den Nachwuchs für die Wehren heranziehen, sagt er. Bei tatsächlichen Einsätzen dürften die Jugendlichen zwar noch nicht mitwirken, aber bei gemeinsamen Übungen mit den Feuerwehren könnten die Jugendlichen bereits erleben, wie es im Ernstfall wäre.
"Es ist interessant zu sehen, wie die Großen arbeiten", sagt die 15 Jahre alte Anna von der JFW Deuselbach. Sie ist seit drei Jahren dabei.
Warum gehen Jugendliche in die Jugendwehren? "Weil ich das lernen will und weil es Spaß macht", sagt Klara von der JFW Deuselbach. Zudem gebe es so wenige Frauen in den Feuerwehren. Der 13-jährige Moritz ist seit einem Jahr mit dabei. Sein Bruder ist schon bei der Feuerwehr, so dass er einen Einblick bekommen hat. "Ich habe gemerkt, dass das was für mich ist", sagt er.
Die Arbeit in den Jugendfeuerwehren sei extrem wichtig, sagt VG-Bürgermeister Marc Hüllenkremer. "Das sind die, die irgendwann nachrücken", sagt er. Im Ernstfall sei nicht nur Können sondern auch Kreativität gefragt, genauso wie bei den Stationen, an denen sich die Jugendlichen messen. Hüllenkremer: "Es gilt, am Einsatzort mit den vorhandenen Mitteln das bestmögliche zu erreichen." cst

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