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Zurückgeblättert: Laute Proteste und gute Zahlen in Spangdahlem

Zurückgeblättert: Laute Proteste und gute Zahlen in Spangdahlem

Der Trierische Volksfreund blättert zurück und erinnert an Kurioses und Spektakuläres, das sich in der Region ereignet hat. "Mit Krach gegen Lärm": Unter dieser Überschrift berichtete der TV am Mitte Oktober 2007 über eine Demonstration vor dem Luftwaffen-Stützpunkt Spangdahlem.

Dort trafen sich die Mitglieder der "Bürgerinitiative Erweiterungsgegner Air-Base Spangdahlem" (Biegas). Der Grund: Die Beschwerden wegen Fluglärms und nächtlicher Triebwerkstests hatten in den vorangegangenen Wochen stark zugenommen. Mit Topfdeckeln gegen Triebwerkstests. Mit Klappern gegen Tiefflüge.
Mit dieser ungewöhnlichen Ausstattung machten die Demonstranten vor der Air-Base auf sich aufmerksam. Die Botschaft der Biegas: "Wir wollen weder den Lärm noch die giftigen Abgase des Militärflughafens. Wir wollen keinen Krieg von deutschem Boden, sondern zivile Arbeitsplätze. Wir fordern keine Enteignungen für militärische Zwecke, sondern die Rückführung militärischer in zivile Liegenschaften."

Ein langer Weg zur Halle Heute ist das Eventum aus Wittlich nicht wegzudenken. Vor zehn Jahren beschäftigte das Projekt Großraumhalle die Verantwortlichen der Stadt. Sogar ein Spitzengespräch in Mainz brachte keine Lösung für das Hallen-Dilemma.

Auch nach dem Treffen in der Landeshauptstadt war unklar, wann die drei Übungseinheiten - eine Übungseinheit umfasst 27 mal 15 Meter - mit Tribüne gebaut würden. Eine Übungseinheit sollte den Schulbedarf des Kreises decken, die anderen Einheiten samt Tribüne waren für die Stadt gedacht. Das Dilemma der fehlenden Halle war somit weiter vorhanden. Zwar wurde eine weitere Übungseinheit für den Sportunterricht am Cusanus-Gymnasium dringend benötigt. Geld vom Land gab es dafür in absehbarer Zeit jedoch nicht. Die notwendigen Zuschüsse sollen frühestens 2012 fließen, hieß es 2007.

Es ging dann doch schneller: Baubeginn für das Eventum war 2011, im September stand bereits der Rohbau. Im Mai 2012 beganngen die technischen Einbauten. 2013 war dann alles fertig, so dass am 1. Februar Einweihung gefeiert werden konnte.

Von schönen Wegen angelockt Aktivurlaub im eigenen Land liegt im Trend. Das war auch schon vor zehn Jahren so. Denn dank außergewöhnlich schöner Rad- und Wanderwege, günstiger Preise und guten Wetters auch in und um Wittlich, verzeichnete die Tourist-Info einen Zuwachs um 30 Prozent. Deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr haben 2007 die Region besucht.

Nach Schätzung von Georg Metzen von der Moseleifel Touristik, waren seit den Sommerferien etwa 30 Prozent mehr Touristen nach Wittlich gekommen als im Vorjahreszeitraum. Diese "Bauchzahlen" waren zu diesem Zeitpunkt jedoch schwer zu belegen, da die Daten des Statistischen Landesamts nur bis Juli reichen.

Diese zeigten allerdings ein deutliches Plus für Wittlich: Im Juli hatte gab es mit 4700 Übernachtungen in rund 400 Betten ein Plus von 27 Prozent. Von Januar bis Juli zeichnete sich bei den Übernachtungen ein Plus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab.