Zurückhaltend geplant

MANDERSCHEID. (tas/mai) Der nicht ausgeglichene Haushalt mit einer laut Verwaltung zurückhaltenden Investitionspolitik war Thema in der Stadtratssitzung in Manderscheid.

Mit einer Stimmenthaltung verabschiedete der Stadtrat Manderscheid den Haushaltsplan 2006. Im Verwaltungshaushalt stehen 1,13 Millionen Euro an Einnahmen Ausgaben von 1,61 Millionen Euro gegenüber. Der Fehlbedarf liegt also bei rund 478 000 Euro. Die Schulden sollen im kommenden Jahr reduziert werden von 1,706 Millionen Euro Anfang 2006 auf 1,66 Millionen Euro am Ende des Jahres. Beim Investitionsprogramm 2005 bis 2008 lasse sich angesichts der Finanzlage der Stadt die gebotene Zurückhaltung erkennen, hieß es. Die größten Posten sind die Erschließung des Baugebiets "Im Bungert" (350 000 Euro) und Maßnahmen auf dem Friedhof wie die Erweiterung des Urnengrabfeldes und die Sanierung von Grabfeld B (124 000 Euro). Bei den Ausgaben für die Straßenbeleuchtung, die im Vermögenshaushalt 2006 mit 31 000 Euro veranschlagt sind, kam die Diskussion auf, ob wegen der erhöhten Strom- und Umweltbelastung die Brenndauer der Laternen nachts herunter gesetzt werden solle. Die Laternen teilweise abzuschalten, komme wegen der Verkehrssicherungspflicht nicht in Frage, hieß es von Seiten der Verwaltung. Das historische Burgenfest ist mit jeweils 100 000 Euro an Ein- und Ausgaben geplant. Erfahrungsgemäß liegen die Einnahmen etwas höher. Dieser Überschuss geht in eine spezielle Burgenfestrücklage, um eventuelle Fehlbeträge ausgleichen zu können. Von Seiten des Forums Stadtentwicklung kam der Vorschlag für die Sanierung der Feldwege in der Region einen jährlichen Betrag einzuzahlen, um größere Verbesserungen vornehmen zu können. Dies werde für den nächsten Haushaltsplan beratschlagt, hieß es. Veränderte Einnahmen und Ausgaben machten einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2005 nötig. Im Verwaltungshaushalt hatten sich die Einnahmen um rund 160 000 Euro und die Ausgaben um 96 000 Euro erhöht. Das Defizit verkleinerte sich so also leicht auf rund 400 000 Euro. Die Kredite verringerten sich von 166 000 Euro auf 51 000 Euro. Einstimmig sprach sich der Stadtrat für den Nachtragshaushalt aus. Revierförster Gerg Fox informierte über den Fortswirtschaftsplan 2006. Der Fortshaushalt wird ausgeglichen sein. Unter anderem die gestiegenen Energiepreise seien ein Grund dafür, die Brennholzpreise zu erhöhen, sagte Fox. Buche Schichtholz in Selbstwerbung kostet demnach 13 Euro je Raummeter. Eine neue Friedhofsgebührensatzung hat der Stadtrat beschlossen, in der einige wenige Beträge aufgerundet wurden. So kosten Urnenbeisetzungen nun nicht mehr 118,62 Euro, sondern 125 Euro.

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