Zusammen 100 Jahre beim Wasserbau

Sehr viele Gemeinsamkeiten verbinden Egon Bujung und Reinhold Erz. Sie sind jeweils 50 Jahre lang dem Wasserbau treu geblieben. Im Laufe der gemeinsamen Jahre hat sich ihr Arbeitsplatz oft verändert.

Piesport/Wintrich. Als vor über 50 Jahren Egon Bujung und Reinhold Erz gemeinsam mit Bus und Bahn zum Wasser- und Schifffahrtsamt nach Trier fuhren, wussten sie nicht, dass sie dem Amt 50 Jahre lang treu sein werden. Beide begannen am 2. April 1962 die Ausbildung zum Wasserbauer.
Sie absolvierten bei der Strommeisterei in Neumagen Dhron ihre Lehrzeit. Die Mosel war damals noch in der Bauphase der Stauregulierung und wurde erst 1964 für die Großschifffahrt eröffnet.
Im Lauf der Zeit wurde ihr Arbeitgeber, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, mehrfach umstrukturiert. Nach der Auflösung der Strommeisterei Neumagen-Dhron gingen Reinhold Erz und ein Teil der Moselstrecke zum Außenbezirk Bernkastel-Kues über, und Egon Bujung ging zum Außenbezirk Detzem. Nach einer weiteren Zusammenlegung 1982 waren beide wieder zusammen im Außenbezirk Bernkastel-Kues.
Beide legten die Meisterprüfung ab. Sie wurden zu Vorarbeitern bestellt und hatten in ihrem Verantwortungsbereich die Staustufe Zeltingen beziehungsweise die Staustufe Wintrich mit einem entsprechenden Streckenabschnitt.
Am 2. April 2012, auf den Tag genau 50 Jahre später, wurde ihnen die Dankurkunde für ihre Treue vom Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion im Außenbezirk Bernkastel-Kues vom Leiter des Außenbezirkes, Marc Spaniol, überreicht.
Eine weitere Gemeinsamkeit ist das Geburtsdatum von Egon Bujung und Reinhold Erz. Beide sind am selben Tag im Dezember 1947 geboren und werden nach der Ruhephase der Altersteilzeit auch Ende dieses Jahres gemeinsam in Ruhestand gehen.red