1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Zuviele LKW in Traben-Trabacher Ortsteil Wolf

Verkehr : Zu viele Lastwagen in Wolf

Die alte Wolfer Brücke ist eigentlich nicht für den Schwerlastverkehr gedacht. Trotzdem fahren viele Brummis darüber. Das ärgert die Anwohner. Der Bürgermeister fordert Polizeikontrollen.

Um die Verkehrssituation im Raum Traben-Trarbach zu verbessern, wurde vor wenigen Jahren die neue Wolfer Brücke gebaut, über die die B 53 von der Eifel auf die Hunsrückseite geführt wird. Sie verläuft nur etwa einen Kilometer von der „alten“ Wolfer Brücke entfernt. Das bringt grundsätzlich besonders den Orten Rißbach, Traben und auch Wolf eine Verkehrsentlastung, auch – und vor allem – vom Schwerlastverkehr. Aber offenbar nicht immer, wie TV-Leser Achim Ochs feststellt. Er wandte sich an unsere Zeitung, weil er immer wieder schwere LKW beobachtet, die die alte Wolfer Brücke befahren. „Die Brücke war immer bis zwölf Tonnen freigegeben und die LKW sollen eine Umleitung über Mont Royal fahren. Aber das tun nicht alle, obwohl die Brücke für die schweren LKW gesperrt ist. Da fahren wesentlich schwerere LKW mit Aufleger bis zu 38 Tonnen,“ sagt Ochs, der sich auch um den Erhaltungszustand der Brücke sorgt. Er fordert eine zusätzliche Ausschilderung und die Anbringung von Warnblinkern, die schwere LKW davon abhalten sollen, die Brücke zu überfahren.
Der TV hat bei zuständigen Landesbetrieb Mobilität in Trier nachgefragt. Gabriele Jentes von der Pressestelle kommentiert den Zustand der Wolfer Brücke: „Eine Sanierung der Moselbrücke Wolf im Zuge der K 102 ist derzeit nicht vorgesehen. Gemäß der letzten Prüfung im Jahre 2018 erhielt das Bauwerk die Note 3,0. Die Schäden beziehen sich in erster Linie auf kleinere Betonabplatzungen und Schäden im Fahrbahnbelag, welche keinen Einfluss auf die Standsicherheit haben und nur geringfügig die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Der Zustand beziehungsweise die Zustandsnote des Bauwerks hat sich seit 2006 nicht verändert.“

Der Schwerlastverkehr werde über die L 58/ K 62 Mont Royal umgeleitet. An allen Entscheidungspunkten würden entsprechende Hinweistafeln beziehungsweise Umleitungshinweise stehen. Die Idee der Warnblinkleuchte findet beim LBM keine Zustimmung. Das erklärt Jentes: „Warnblinker sollten besonderen Gefahrenstellen vorbehalten bleiben, damit die Warnung vor einer wirklich besonderen Gefahrenstelle nicht ,verpufft’. Die aufstehende Beschilderung ist gut, klar und eindeutig erkennbar. Von daher sollte aus dem vorgenannten Grundsatz die weitere Kennzeichnung unterbleiben.“ Damit ist Achim Ochs nicht zufrieden, er fordert weitere Maßnahmen und Stadtbürgermeister Patrice Langer pflichtet ihm bei: „Der LBM hat die Durchfahrt für LKW auf zwölf Tonnen begrenzt, was aber wehtut, ist, dass die Beschilderung keinen interessiert. Die Bequemlichkeit der Fahrer obsiegt. Langfristig wird die Brücke dadurch beschädigt, was dann wieder die Allgemeinheit bezahlen muss.“ Aus Langers Sicht wären verstärkte Polizeikontrollen wünschenswert.