Zwei Amphoren harren der Öffnung

Der Verein "Vigilia Romana Vindriacum" befasst sich viel mit dem Weinbau zur Römerzeit. Derzeit läuft in Zusammenarbeit mit dem Archäologiepark "Belginum" ein sehr interessantes Projekt.

Wintrich/Wederath. (cb) Am 20. November 2006 wurde im Archäologiepark "Belginum" in Wederath die Idee geboren, den Transport des Weines in den ersten Jahrhunderten des römischen Imperiums nachzuvollziehen. Die Fragestellung lautet: Verändert sich Wein in Geschmack, Alkoholgehalt und Menge, wenn er in Amphoren transportiert und über einen längeren Zeitraum gelagert wird? Der Verein "Vigilia Romana Vindriacum" und das Museum taten sich zusammen, um das her auszufinden. Am 21. Juli wurden im Romanushof in Wintrich zwei Amphoren, die speziell für dieses Experiment hergestellt wurden, mit jeweils 26,5 Litern Wein gefüllt. In etwa die gleiche Menge des Weines wurde in normale Flaschen gefüllt (der TV berichtete). Die Amphoren wurden dann in den Archäologiepark "Belginum" gebracht, wo sie nun ihrer Öffnung harren. Dies wird am 23. September geschehen. Dann wird der Wein aus den Amphoren verkostet und mit dem Inhalt der Flaschen verglichen. Interessant wird natürlich auch sein, wie viel Wein sich überhaupt noch in den Amphoren befindet. "Es ist ein Experiment", sagt Wolfgang Friedrich, der Vorsitzende des Vereins "Vigilia Romana Vindriacum". "Wie bei allen Experimenten bleibt ein Restrisiko. Vor einem möglichen Fehlschlag ist uns aber nicht bange", betont er. Der Verein wurde 1997 gegründet. Die circa 30 Mitglieder beschäftigen sich unter anderem mit dem Weinbau der Zeit, als die Römer an der Mosel weilten.

Mehr von Volksfreund