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Zwei Designerinnen aus der Region zeigten ihre Mode bei der Fashion Week in Berlin

Mode : Von der Heimat in die Hauptstadt

Angelika Hirschler aus Schalkenmehren ist dabei, sich auch international einen Namen zu machen. Bei der Fashion Week in Berlin begleitete sie  die Morbacherin Barbara Rummel mit ihrer Taschenkollektion.

Die Marke sollte man sich schon mal merken: „Angelika Hirschler  tailor made“ aus Schalkenmehren in der Vulkaneifel. Die aus Neroth stammende Damen- und Herren-Schneidermeisterin ist unterwegs zu internationalen Laufstegen. Mit ihren acht Models war sie gerade zum ersten Mal auf der Fashion Week in Berlin, um dort ihre Kreationen vorzustellen.

Eingeladen wurde sie von Staatssekretärin Heike Raab, die ihr in Kooperation mit den Arbeitsgemeinschaften der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin eine Bühne für die hochwertige Mode aus der Eifel bereitete.  Obwohl es nicht Hirschlers erste Modenschau war, hatte Berlin für sie doch eine andere Dimension. „Es war eine aufregende und spannende Woche“, sagt Hirschler und lobt das Engagement der Landesvertretung: „Es wurde extra ein Teppich verlegt, ich durfte mir meinen Lieblingswinzer wünschen und es wurde ein einmaliges Catering angeboten.“ Neben diesem angenehmen Nebeneffekt  gab es aber für Angelika Hirschler  einen besonderen Erfolg. Nicht nur, dass sie während der Fashion Week bereits einiges verkaufen konnte, „es werden in der nächsten Woche noch weitere Kleidungsstücke nach Berlin gehen“, sagt die 47-Jährige.

Aber das war noch nicht alles. Mit einer 25-köpfigen Mannschaft, vom Visagisten bis hin zu Fotografen und ihren festlichen Kleidern hatte sie alles im Gepäck, um die rund eineinhalbstündige Show zu einem Erlebnis werden zu lassen. „Die Veranstaltung wurde von den Gästen sehr gut angenommen, und es waren Fotografen dort von überall, die großes Interesse an Newcomern hatten“, erzählt Hirschler.

Und ein Modekritiker aus Paris hatte sich die Berliner Show angesehen. „Er machte mir das größte Kompliment“, sagt Hirschler, „er fand meine Show eine der besten, und das mit meinen Hobbymodels“. Obendrein folgte eine Einladung des Pariser Fachmanns zu einer Modenschau mit ihrer Marke  in der Stadt an der Seine. Sollte das mal spruchreif sein, sei sie natürlich nicht abgeneigt, gesteht Hirschler.

Ausgefallene  Kleidung kann man nun auch durchaus mit Qualitäts–accessoires verbinden. So nahm die Designerin aus Schalkenmehren noch zwei weitere Damen mit kreativen Ideen mit ins Boot: die Schmuckdesignerin Tanja Roolfs aus Mainz und die Textil-Designerin Barbara Rummel aus Morbach mit ihren Taschenmodellen.„Es war aufregend und beeindruckend“, sagt die Hunsrückerin. Auch sie hat Taschen verkaufen und gute Kontakte knüpfen können. Es gab Anfragen für Maßanfertigungen wie etwa Laptop-Taschen oder Taschen mit mehr Volumen. Normalerweise verkaufe sie ihre Modelle auf Kunsthandwerker-Märkten oder auf Messen wie auch in ihrem Atelier in Merscheid, einem Ortsteil von Morbach. Sie nahm erstmals an einer Modenschau und natürlich auch zum ersten Mal an der Fashion Week teil. In Berlin „gab es viele interessante Gespräche und Angebote, die ich jetzt in Ruhe auswerten muss“, sagt die 55-Jährige. Über ihre betriebliche Situation müsse sie auch nachdenken, sollten größere Aufträge kommen, denn noch arbeitet sie alleine. Eine Einladung zur nächsten Fashion Week in Berlin hat Barbara Rummel auch bekommen. „Das ehrt mich sehr und ich kann mir schon vorstellen, dabei zu sein.“.

Auch bei Angelika Hirschler werden die ersten Pläne für eine weitere Show in Berlin schon geschmiedet. Und beim nächsten Mal hoffentlich ohne „Friederike“. Der Sturm „ließ alle später nach Hause kommen als geplant“, sagt Hirschler.

Angelika Hirschler ist am Donnerstag, 25. Januar, live von 14 bis 15 Uhr im SWR- Radio zu hören und anschließend in der Landesschau ab 18.45 Uhr beim SWR.

(lyv)