Zwei neue Sterne am Polizeihimmel

Mit Caroline Schug und Sabrina Kunz erhöht sich die Zahl der weiblichen Führungskräfte bei der Polizei in der Region Trier von null auf zwei. Die beiden frischgebackenen Absolventinnen der Hochschule der Polizei wurden in Wittlich in ihre Ämter eingeführt.

Wittlich. Bis Anfang des Monats hatte die Polizei in der Region Trier ein Frauenproblem. Alle 14 Führungskräfte des höheren Dienstes innerhalb des Polizeipräsidiums waren Männer.
Nun gibt es mit Caroline Schug und Sabrina Kunz zwei neue goldene Sterne am Polizeihimmel. Polizeipräsident Lothar Schömann begrüßte bei der Feierstunde zur Amtseinführung der Polizeirätinnen in der Wittlicher Synagoge diese Entwicklung. Von rund 1100 Mitarbeitern bei der Schutz- und Kriminalpolizei im Raum Trier sind bisher nur 118 Frauen. "Dieser Anteil ist jedoch noch zu gering", sagte Schömann.
Mit Caroline Schug hat nun die dritte Polizeiinspektion im Land eine Frau an ihrer Spitze. Die 35-jährige Westerwälderin bezeichnete ihren Posten in Wittlich als "absolute Wunschverwendung". Sie wünschte sich, dass ihre Aufgabe als Chefin der Polizeiinspektion kein kurzes Zwischenspiel sein soll. Ihr Vorgänger Harald Licht war nach rund drei Jahren von Wittlich nach Schweich gewechselt. Hintergrund ist eine Regelung des Landes, wonach Inspektionen wie in Wittlich von Beamten des höheren Dienstes (mindestens Polizeirat) geführt werden sollen. Licht gehört als Erster Polizeihauptkommissar dem gehobenen Dienst an. Eine Arbeit mehr im Hintergrund hat die 31-jährige Sabrina Kunz übernommen. Sie ist neue Leiterin des Stabsbereichs 1 im Führungsstab des Polizeipräsidiums Trier. Kunz, zugleich Bundesjugendvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, kümmert sich künftig um Analysen sowie um Konzepte für die Polizeiarbeit und deren praktische Umsetzung.

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