1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Zwischen Gielert und Berglicht sind vorbereitende Bauarbeiten für den Energiepark Gielert mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen angelaufen

Umwelt : Solarstrom aus Gielert und Berglicht für den Hunsrück

Zwischen Gielert und Berglicht sind vorbereitende Bauarbeiten für den Energiepark Gielert mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen angelaufen

 (urs) Ein Teil der Komponenten soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen: die auf Gielerter Gemarkung geplante Photovoltaikanlage (PV). Der Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind geht davon aus, dass es im Dezember so weit sein wird. Die Anlage mit 2343 Einzelmodulen soll 30 Jahre lang umweltfreundlichen Solarstrom produzieren. Die beiden Windenergieanlagen werden voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen. Vorarbeiten sind  bereits angelaufen: für die Zufahrt und einen Kran-Standort, für die Fundamente und die Kabeltrasse zum Thalfanger Umspannwerk. Eine Windenergieanlage wird sich unterhalb der Landesstraße 155 auf Gielerter Gemarkung drehen. Die zweite dreht sich oberhalb der L155 auf dem Gebiet des „Zweckverbands der 12 Gemeinden“, an dem Gielert mitbeteiligt ist.

 Christian Schnohr, bei ABO Wind Referent für Kommunikation, spricht von einem Kombi-Projekt aus Wind und PV. Denn alle Komponenten nutzten künftig die gleiche Kabeltrasse. Sie verbindet die beiden Windenergie- und die PV-Anlage und wird nördlich von Gielert zum Umspannwerk verlegt. Allein die Solar-Module mit einer Leistung von 750 Kilowatt  sollen ausreichend Strom für zirka 240 Haushalte produzieren. Mit dem Strom der beiden Anlagen können laut Schnohr „rund 8400 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden“. Dank 5,7 Megawatt Leistung und 164 Metern Nabenhöhe.

 Laut Jörg Nithammer, Projektleiter Wind, sollen die großen Komponenten wie Teile des Turms und die Rotorblätter Mitte 2021 geliefert werden. Dabei komme ein sogenannter Selbstfahrer zum Einsatz, auf den von Lastwagen angelieferte Komponenten umgeladen werden. Das einem mehrachsigen LKW-Anhänger ähnelnde Fahrzeug rangiert ferngesteuert und flexibler wie ein großer LKW. Dankbar ist Nithammer für die gute Zusammenarbeit aller vor Ort Beteiligten. So habe etwa Berglicht problemlos seine Zustimmung für die Kabeltrasse erteilt. Über den Solidarfonds „Windenergie“ erhielten zudem alle Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Thalfang Einnahmen. Für die PV-Module wird laut Projektleiterin Sabrina Dröse, eine Fläche von etwa 0,9 Hektar, was der Fläche eines kleineren Fußballplatzes entspricht, überbaut.  Der Gielerter Energiepark sei als Kombi-Projekt etwas Neuartiges.