Zwölf Uhr Mittags in Wittlich

Zwölf Uhr mittags im Stadtpark. Die warme Frühlingssonne hat die Temperaturen bereits an die 20-Grad-Marke getrieben, Zierkirschen blühen weiß-rosa, in kleinen gepflegten Beeten zeigen Tulpen ihre Schönheit.

Aber: Wo sind die Menschen? Hat denn niemand Zeit, sich ein kleines Päuschen zu genehmigen, ein paar Minuten auszuspannen? Wir halten Ausschau und sehen - niemand. Doch, halt. Auf einer Bank im Pavillon sitzen zwei Damen und halten ein Schwätzchen. Margit Krischel und Marita Simonis genießen die warme Luft und die Ruhe. "Ich war schon als Kind hier", sagt die 54-jährige Margit Krischel. "Es gibt so viele schöne Erinnerungen." Sie ist oft hier, öfters als ihre Freundin Margit Simonis aus Bombogen, die vormittags in einem Wittlicher Reformhaus arbeitet. "Hier kann man es gut aushalten", sagen beide. Aber sie haben noch einen Wunsch. "Ein Café im Stadtpark, das wäre traumhaft. Gemütlich eine Tasse Kaffee trinken und ein Stückchen Kuchen essen mitten in der Natur - das wär\'s." Margit Krischel überlegt und ihr fallen noch weitere Wünsche ein. "Wie wär\'s mit einem Streichelzoo für Kinder und einem kleinen Paddelsee …" Unterdessen kommen doch noch ein paar Leute: zwei Mütter mit Kinderwagen, aus denen zwei neugierige Babyköpfe schauen. Die kleinen Gesichter strahlen in der Sonne. sim In dieser Rubrik wird einmal in der Woche die Stimmung der Stadt eingefangen. Wir stehen um zwölf Uhr an einem belebten Platz, beobachten und fragen nach, was Wittlicher sich für ihre Stadt wünschen.