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Verkehr
Ab Oktober ist der Burgbergtunnel lange gesperrt

Noch herrscht Verkehr im Burgbergtunnel. Ab Oktober wird er für ein dreiviertel Jahr gesperrt.  Foto: Klaus Kimmling
Noch herrscht Verkehr im Burgbergtunnel. Ab Oktober wird er für ein dreiviertel Jahr gesperrt. Foto: Klaus Kimmling FOTO: Klaus Kimmling
Bernkastel-Kues. Der Bau einer Fluchtröhre in Bernkastel-Kues erfordert Umleitungen und Sonderregelungen in der Altstadt. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

Es ist noch ein bisschen Zeit bis dahin. Doch der Bau einer Fluchtröhre im Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues wirft seine Schatten voraus. Und es sind große Schatten. Durch die Bauarbeiten wird es voraussichtlich ab Anfang Oktober 2018 veränderte Verkehrsführungen zur und innerhalb der Stadt Bernkastel-Kues geben. Verkehrsteilnehmer, die vom Hunsrück kommen oder in den Hunsrück wollen, sollen über den Mülheimer Berg und die Strecke zwischen Irmenach und Traben-Trarbach geführt werden.

„Bei einem Verkehrsaufkommen von 5500 Fahrzeugen pro Tag, können wir nicht durch die Innenstadt umleiten. Das ist nicht umsetzbar“, erklärt Ordnungsamtsleiter Axel Schmitt. Für den Innenstadtbereich werde die Einbahnstraßenregelung ausgesetzt. Bewohner und Zulieferer werden mit Sonderausweisen ausgestattet, die ein Durchfahren der Fußgängerzone erlauben. Aus Richtung Longkamp kommend wird ab Höhe der Zufahrt zur Burg Landshut zusätzlich eine Schranke errichtet, die die Durchfahrt durch die Innenstadt verhindert. Von Seiten des Ordnungsamtes werden für den Zeitraum der Bauarbeiten, die nach jetzigem Stand erst einmal bis Juni 2019 und dann noch einmal von Anfang November 2019 bis Februar 2020 dauern, auch weitere verkehrsrechtliche Maßnahmen erfolgen. Genauere Informationen dazu werde es noch geben. Verantwortliche Behörde ist der Landesbetrieb Mobilität, der die Baumaßnahme auch plant.

Die Stadt will die Bürger rechtzeitig über die geänderten Verkehrsführungen informieren und immer wieder den neuesten Stand veröffentlichen. „Wir bitten um Verständnis, wenn wir nicht zur Zufriedenheit aller agieren können. Die Baumaßnahme wird uns fast anderthalb Jahre begleiten und wir sind nicht Herr des Verfahrens. Mit allen Beteiligten versuchen wir aber gute Lösungen zu finden“, sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Port, wie viele andere Bürger ein erklärter Gegner der Fluchtröhre, deren Bau mehrere Millionen Euro kostet. Eine Forderung der EU steht aber über allen Protesten, über die der TV berichtet hat.