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Auszeichnung für Helden der Weinwirtschaft

Die Winzer haben in Weinberg und Keller gute Arbeit geleistet: Ralph Jätzold verkostet einen der prämierten Tropfen. TV-Foto: Friedemann Vetter
Die Winzer haben in Weinberg und Keller gute Arbeit geleistet: Ralph Jätzold verkostet einen der prämierten Tropfen. TV-Foto: Friedemann Vetter
Trier/Mülheim. Die meisten der gut 750 Gäste bei der Landesprämierung für Sekt und Wein in der Europahalle waren Winzer. Zur Feier sind sie in Anzug und Abendkleid gekommen. Zu Ehren von Spitzenweinen und Spitzenerzeugern. Die höchste Auszeichnung ging an einen Winzer an der Mosel. Katharina Neumann

Trier/Mülheim. Bei der Landesprämierung für Sekt und Wein werden die Winzer und ihre Erzeugnisse gefeiert. Oder wie der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Norbert Schindler, es in seiner Begrüßungsrede formulierte: die "Helden der Weinwirtschaft". Jedes Jahr werden in Rheinland-Pfalz die besten Wein- und Sekterzeugnisse prämiert. Diese können die Winzer und Weingüter selbst von einer unabhängigen Jury prüfen und bewerten lassen. Die edelsten Tropfen bekommen dann bei der Landesprämierung bronzene, silberne oder goldene Medaillen - die Kammerpreismünzen, die später an den Flaschen kleben und auf die besondere Güte ihres Inhalts hinweisen. Zum zweiten Mal hat die Landwirtschaftskammer eine gemeinsame Feier der Besten aus den vier nördlichen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel und Nahe ausgerichtet.

In diesem Jahr haben von Ahr, Mittelrhein, Mosel und Nahe 1616 Weinbaubetriebe mit 18 117 Anstellungen - das sind weniger als im Vorjahr - an der Prämierung teilgenommen. Von der Mosel ließen 473 Betriebe 3398 Weine und Sekte von der Fachjury prüfen. Aus dem Anbaugebiet Ahr waren es zwölf Betriebe, 49 vom Mittelrhein und 109 von der Nahe, die Ahr-Winzer beteiligten sich mit 166 Weinen, die vom Mittelrhein mit 314 und die von der Nahe mit 1015 Weinen.
Insgesamt gab es für die Qualität der angestellten Weine gute Noten: 82,5 Prozent von ihnen wurden auch prämiert.
Kontinuierliche Spitzenqualität


Der beste unter den sehr guten Tropfen bekommt den Großen Staatsehrenpreis. Voraussetzung dafür ist unter anderem das Vorweisen einer jahrelangen kontinuierlichen Spitzenqualität der Erzeugnisse und innerhalb von zehn Jahren die Auszeichnung mit fünf Staatsehrenpreisen.
Und das konnte in diesem Jahr als einziger Betrieb das Weingut Becker-Steinhauer aus Mülheim an der Mosel. Es überzeugte die Jury und gewann - als einziger Betrieb aus den vier teilnehmenden Anbaugebieten - die höchste Auszeichnung. "Das ist eine große Leistung, die Sie da tagtäglich im Steilhang vollbringen. Meinen Respekt dafür." So würdigte Norbert Schindler die stolzen Gewinner unter den Winzern.
Einen Bericht zum Gault Millau WeinGuide 2012 lesen Sie auf Seite 32Extra

Ausgezeichnet wurden in der Region Mosel: mit dem Großen Staatsehrenpreis das Weingut Becker-Steinhauer, Inh. Karsten Becker (Mülheim). Mit dem Staatsehrenpreis: Weingut Römerhof GbR, Inh. Jürgen, Martina & Walter Römer (Traben-Trarbach); Weingut Reiner & Anke Fries (Winningen); Weingut Leo Fuchs (Pommern); Weingut Richard Richter, Thomas & Claus-Martin Richter (Winningen); Weingut Werner & Andreas Clemens GbR (Ellenz-Poltersdorf); Weingut Hank, Inh. Michael Hank (Mehring-Lörsch); Wein- und Sektgut Walter Rauen, Inh. Stefan Rauen (Detzem); Weingut Klein-Götz, Inh. Dietmar Klein (Bruttig-Fankel); Weingut Kees-Kieren (Graach a. d. Mosel); Weingut Josef Bernard-Kieren (Graach a. d. Mosel). Mit dem Ehrenpreis des Landkreises Trier-Saarburg: Weingut Erben von Beulwitz, Inh. Herbert Weis (Mertesdorf). Mit dem Ehrenpreis der Landfrauenverbände Rheinland-Pfalz: Wein- & Sektgut Heinz & Susanne Schneider (Leiwen). Mit dem Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz: Weingut Julius Appel, Inh. Armin Appel (Saarburg). Mit dem Ehrenpreis des Landkreises Bernkastel-Wittlich: Weingut Philipps-Eckstein, Inh. Patrick & Michaela Philipps (Graach a. d. Mosel). kne