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Blick nach innen und außen

Zumindest der erste Teil des Tages der offenen Tür in der Realschule Neumagen-Dhron war für Peter (links), Irvine-James und Natascha ein fast normaler Unterrichtstag. Nach der Projektarbeit ging es dann zur gemeinsamen Feier.Foto: Schmieder Ursula
Zumindest der erste Teil des Tages der offenen Tür in der Realschule Neumagen-Dhron war für Peter (links), Irvine-James und Natascha ein fast normaler Unterrichtstag. Nach der Projektarbeit ging es dann zur gemeinsamen Feier.Foto: Schmieder Ursula
NEUMAGEN-DHRON. Eltern und Schüler begrüßten das Angebot eines Tages der offenen Tür an der Realschule. Währenddessen lief der vormittägliche Projektunterricht relativ ungestört weiter. Von unserer Mitarbeiterin <br>URSULA SCHMIEDER

Eigentlich war der Tag der offenen Tür an der Friedrich-Spee-Realschule Neumagen-Dhron ein ganz normaler Unterrichtstag. Zumindest am Vormittag, und abgesehen vom ständigen Kommen und Gehen interessierter Eltern. Denn während die Schüler über ihren Projektarbeiten brüteten, nutzten Besucher die Gelegenheit, sich ein möglichst realistisches Bild vom dortigen Schulbetrieb zu machen.Ein Angebot, das nach Aussage von Rektorin Doris Hermesdorf, stark angenommen wurde. Ebenso wie die Beratungsgespräche oder die Möglichkeit, den Nachwuchs an der Schule anzumelden. Ein Tag der offenen Tür hat jedoch nach Ansicht von Hermesdorf zweierlei Bedeutung. Zum einen sollte er "Einblick in die Schule" gewähren, zum anderen aber, "den Blick nach außen offen halten". Beispielsweise sei es wichtig, sich über aktuelle und künftige Anforderungen an die Schüler auf dem Laufenden zu halten. Dabei darf nach Überzeugung der Rektorin ein wesentliches Ziel nicht aus den Augen verloren werden: Nämlich die Kinder nicht nur für Tests auszubilden, sondern verstärkten Wert auf deren Persönlichkeitsbildung zu legen, wozu auch musische oder künstlerische Fähigkeiten beitrügen. Fächer, deren Bedeutung nach Einschätzung von Hermesdorf oft verkannt werde: "Es gehört ganz viel Disziplin dazu, ein Instrument zu lernen."Was dem Ergebnis oft nicht anzumerken ist, wie sich Besucher, Schüler und Lehrer beim nachmittäglichen Programm überzeugen konnten, bei dem neben Big Band und Schulchor auch Tanz und Theater im Mittelpunkt standen. Eine Unterhaltungs-Programm, das sich die Realschüler redlich verdient hatten. Waren sie doch während ihres Unterrichts stärker als sonst in Anspruch genommen worden. Zum Beispiel beim Schreiben von Märchen, das in nur 45 Minuten nicht so einfach gewesen sei, wie Stefan und Jonas aus der 6 b einräumten. Dass dann auch noch ständig ältere Mitschüler rein schauten, erschwerte die Konzentration der Elfjährigen zusätzlich. "Es war ganz laut", bedauerte Michael.Was in der 7 a beim Studium von Kartenmaterial über Cornwall vielleicht doch etwas leichter fiel. Carsten, Mathias, Timmy und Tobias hatten sich aus dem Atlas Karten der Halbinsel sowie von Großbritannien abgepaust und vergrößert. Aufgabenstellung war, sich über Geografie und Wetter zu informieren, wie Carsten erklärte. Gefragt nach ihrem Wunsch-Reiseziel auf der Insel, waren sich die 13-Jährigen einig: "London - da gibt es so viele Shops", überlegte zum Beispiel Mathias nicht lange.Die Zehntklässler Maria, Christian, Katharina und Philipp hatten ein noch weiter entferntes Land vor Augen. Wirtschaft und Bevölkerungsentwicklung der USA waren die Themen, mit denen sich die 16-Jährigen befassten. Bei den Jüngsten stand dagegen das Trainieren von Grundfertigkeiten an. "Wir haben das Nachschlagen gelernt", erklärte Natascha das Projekt der 5 b. Wofür sie laut Peter und Irvine-James nicht nur Lexika und Duden, sondern auch das Internet herangezogen hatten. Übergeordnetes Ziel der Projektarbeiten ist das Erlernen von Schlüsselfähigkeiten. "Die Schüler arbeiten völlig selbstständig und eigenverantwortlich", erläuterte Lehrerin Christel Schauer.