Stadtsanieriúng

Straßenbehörde: Brücke in Traben-Trarbach wird doch nicht ganz gesperrt

Die Moselbrücke könnte während der Sanierung halbseitig befahren werden, sagt jetzt der LBM. FOTO: Winfried Simon / TV

Traben-Trarbach. Der Landesbetrieb Mobilität legt eine geänderte Planung vor. Mit den Verbandsgemeindewerken ist aber noch kein Verkehrskonzept abgestimmt.

Die Traben-­Trarbacher Geschäftsleute, Gastronomen und Hoteliers sind äußerst besorgt. Auf der Stadtratssitzung  am  19. Februar  hatte der Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, Marcus Heintel, mitgeteilt,  dass laut Aussage des Landesbetriebs  Mobilität (LBM) Trier die alte Moselbrücke, die Traben mit Trarbach verbindet, wegen Sanierungsarbeiten mitten in der Fremdenverkehrssaison mehrere Monate voll gesperrt werde (der TV berichtete). Auf erneute Anfrage des TV teilt der LBM nun mit: „Die Sperrung der Moselbrücke wird ‚voraussichtlich weitgehend’ auf halbseitige Sperrung umgestellt.“

Bislang liegen also drei unterschiedliche Aussagen vor: Die erste Aussage: Heintel hatte in der Stadtratssitzung gesagt, dass die Brücke von April bis Oktober voll gesperrt werde. Heintel bezog sich dabei auf eine Mitteilung des LBM.

Die zweite Aussage: Der LBM teilt auf Anfrage mit, dass die Brücke  von April bis Anfang August voll gesperrt werden müsse, also nur vier Monate.

Die dritte Aussage:  Der LBM teilt mit, die Brücke könne während der Sanierungsarbeiten voraussichtlich halbseitig  befahren werden.

Während der Brückensanierung  sollen gleichzeitig Tiefbauarbeiten zum Erneuern von Kanälen  an verschiedenen Straßen, die mit der Brücke verbunden sind, durchgeführt werden. Dafür  sind die Werke der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach zuständig. Betroffen sind die Poststraße und  Bahnstraße Richtung  Rissbach - alle im Stadtteil Traben. Während der Tiefbauarbeiten müssen, so Heintel,  diese wichtigen Straßen, über die der Durchgangsverkehr  von Traben rollt, abschnittsweise bis Juli voll gesperrt werden. Wie lange das dauert, ist unklar.

Der Leiter der VG-Werke, Hajo Neumes, erklärte dazu auf Anfrage: „Ich sage nichts, solange keine verbindlichen Pläne  vorliegen.“

Die betroffenen Straßen erhalten auch eine neue Fahrbahndecke. Dafür wiederum ist der LBM zuständig. Sie waren ebenso wie die Brücke Teile der B 53, die nach dem Neubau der Moselbrücke bei Wolf zur L 187 herabgestuft wurden. Heintel: „Für den Abschnitt Brückenkopf Traben, also Poststraße bis in die Bahnstraße hinein, ist ein gemeinschaftlicher Ausbau des LBM mit den VG-Werken vorgesehen.“

Zwischen LBM und den VG-Werken fanden mehrere Abstimmungsgespräche statt. In erster Linie  geht es um die Erstellung eines Verkehrskonzepts während der Bauarbeiten. Der LBM ist der Auffassung, dass in dieser Frage die VG-Werke federführend sind. Zitat: „Eine Presseinformation von  den VG-Werken kann erst erfolgen, wenn ein fertiges Verkehrskonzept vorliegt, das vorab mit unserem Haus abgestimmt wurde.“

Meinung: Bürger wollen Klarheit und kein Behördengerangel

In vier Woche sollen die Sanierungsarbeiten an der Moselbrücke in Traben-Trarbach beginnen. Die letzte Aussage des Landesbetriebs Mobilität lässt die Traben-Trarbacher aufatmen  Es sei doch möglich, die Brücke nur halbseitig und nicht ganz zu sperren. Gleichzeitig wollen die Verbandsgemeindewerke sozusagen „im Windschatten“ dieser Maßnahme Straßen, die zur Brücke führen, aufreißen und Kanäle erneuern. Das ist grundsätzlich sinnvoll, denn so ist der Ärger wegen Dreck Lärm und Verkehrsbehinderungen  nur einmal da.

Entscheidend wird sein, wie während der ganzen Arbeiten der Verkehr geführt wird. Dazu liegt noch immer kein Konzept vor. Es wird höchste Zeit, dass LBM und VG-Werke in die Puschen kommen, sich absprechen und eine Lösung finden, die für die Bürger einigermaßen akzeptabel ist. Man  hat das Gefühl, dass LBM und VG-Werke zurzeit mehr  darüber streiten, wer nun für die notwendigen Sperrungen und damit für den zu erwartenden Ärger verantwortlich ist.

Den Bürgern ist es egal, wer für welche Sperrung verantwortlich ist. Sie wollen, dass es schnell geht und ein Verkehrschaos ausbleibt.

w.simon@volksfreund.de