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Bund der Straffvollzugsbediensteten sieht Nachholbedarf bei Besoldung

Wittlich. (red) Besoldungseinbußen von 30 Prozent gegenüber Mitte der 90er Jahre beanstandet der Bund der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands (BSBD) in einem Gespräch mit den Wittlicher Landtagsabgeordneten Elfriede Meurer und Dieter Burgard.

"Unsere Kollegen haben das Gefühl, die Letzten zu sein", sagt Landesvorsitzender Winfried Conrad. Laut einer Statistik des deutschen Beamtenbundes haben die Bediensteten des Strafvollzuges heute bis zu 30 Prozent weniger Geld in der Tasche als noch Mitte der 90er Jahre.

Auch im eigenen Interesse der Landesregierung müsse hier etwas geschehen, um die hoch qualifizierten Nachwuchskräfte zukünftig halten zu können. Ein weiteres wichtiges Anliegen des BSBD Ortsverbands Wittlich sieht deren Vorsitzender Hans-Josef Wagner in der Ausstattung der Fach- und Sonderdienste im Bereich der JVA Wittlich nach Inbetriebnahme der neuen Anstalt. Hier müsse noch dringend nachgebessert werden. Für den rheinland-pfälzischen Jugendarrest hingegen bestehe noch Nachholbedarf, führte Gewerkschaftschef Winfried Conrad aus. Der Neubau einer zweiten Jugendarrestanstalt in Koblenz sei dringend erforderlich.