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Kultur
Ein Tor für die Kultur

Das Brückentor, neben der Grevenburg das Wahrzeichen der Stadt Traben-Trarbach, soll wieder stärker genutzt werden.
Das Brückentor, neben der Grevenburg das Wahrzeichen der Stadt Traben-Trarbach, soll wieder stärker genutzt werden. FOTO: Klaus Kimmling / klaus kimmling
Traben-Trarbach. Das Traben-Trarbacher Wahrzeichen soll ein Zentrum der Kunst werden. Die Designerin Heidrun Bernitt sieht dafür gute Chancen.

Ein solches Gebäude hat nicht jede Stadt. Orte, die so etwas besitzen, sind meist touristisch geprägt – so wie Traben-Trarbach. Das dort stehende Brückentor gehört zu den meistfotografierten Objekten an der Mittelmosel. Es ist im Besitz der Stadt und wurde lange gastronomisch und auch für Ausstellungen genutzt. Das erste Geschoss ist derzeit an einen Traben-Trarbacher Unternehmer verpachtet, im oberen Geschoss können sich Paare standesamtlich trauen lassen.

Im Untergeschoss wurde, so Stadtbürgermeister Patrice Langer, eine Zeitlang ein Café betrieben, derzeit werde es von dem Pächter für Events benutzt. Der Zweck des Gebäudes werde nicht mehr erfüllt. „Urlauber und Tagesgäste fragen, warum das Brückentor nicht besichtigt werden kann“, sagt das Stadtoberhaupt. Geht es nach ihm, Bürgermeister Marcus Heintel, und Heidrun Bernitt, soll sich das ändern. Ihr Ziel ist ein Zentrum für bildende Kunst, zum Beispiel Ausstellungen, und Kleinkunst (Kabarett, Konzerte).

Am Donnerstag, 9. August, gibt es zu diesem Thema einen Workshop vor Ort. Das klingt erst einmal formal, soll es aber nicht sein. Der Untertitel zeigt, dass das Spektrum groß ist: Kunst – Musik – Kleinkunst – Wein – Café.

Jeder Künstler und Kunstinteressierte ist eingeladen – als Akteur späterer Veranstaltungen wie als Förderer. Darüber hinaus würden sich Langer und Bernitt über die Anwesenheit der Winzer freuen, die auch in das Konzept eingebunden werden sollen. Heidrun Bernitt ist Diplom-Designerin, kunstbeflissen und gut vernetzt. Ihr verstorbener Mann hat früher schon in der Brückenschenke ausgestellt. Sie kenne viele Künstler und sehe kein Problem, das Brückentor gut auslasten zu können. Für das Drumherum sei aber ein Förderverein notwendig.

Die Bernkastel-Kueserin fände es auch schön, wenn die untere Etage weiterhin als Café zur Verfügung stände. Dort könnten Bilder ausgestellt werden. Der jetzige Pächter habe auch Interesse angemeldet. Der TV konnte Sebastian Bodensteiner nicht erreichen.

Bürgermeister Marcus Heintel, den sie privat kenne, habe sie angesprochen, schildert sie den bisherigen Ablauf. „Er hat gesagt: ,Du bis genau die Richtige für so eine Aufgabe’ “, sagt sie. Die Resonanz auf die Einladung zum Workshop wird zeigen, ob und wie die Pläne realisiert werden können. Beginn ist um 19 Uhr.