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Der beste Platz fürs Glockenspiel

Ein Platz nicht nur zum Schauen: Sollte das Glockenspiel am Bahnhofsgebäude angebracht werden, kann man hier auch schönen Melodien lauschen.Foto: Winfried Simon
Ein Platz nicht nur zum Schauen: Sollte das Glockenspiel am Bahnhofsgebäude angebracht werden, kann man hier auch schönen Melodien lauschen.Foto: Winfried Simon
TRABEN-TRARBACH. Auf fast 20 000 Euro steht das Spendenbarometer, das der Verein Traben-Trarbach aktiv (TTA) eingerichtet hat. Zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Traben-Trarbach im Jahr 2004 will er der Stadt ein Glockenspiel mit insgesamt 24 Glocken schenken. Weitere 5000 Euro werden dafür noch benötigt. Von unserer Mitarbeiterin <br>GERDA KNORRN-BELITZ

Indesgibt es einen neuen Vorschlag, wo das Glockenspiel künftigerklingen soll. Vorgesehen war eine Installation am AltenStadtturm in Trarbach. Da die dringend notwendige Sanierung desTurmes jedoch noch nicht einmal begonnen hat, kamen Zweifel auf,ob ein Glockenspiel an einem "baufälligen Turm mit einemParkplatz drumherum", so ein TTA-Mitglied, sinnvoll sei undsowohl Bürger als auch Gäste der Stadt an diesem Standorterfreuen könne. TTA-Vorsitzender Dr. Helmut Pönnighaus hatte die zündende Idee: "Das Glockenspiel würde sich hervorragend am Alten Bahnhof in Traben machen", berichtete er im Gespräch mit dem TV . Mit der Restaurierung des Gebäudes, in dem unter anderem auch Stadtbürgermeister Alois Weber sein Büro bekommen wird, sei noch im September zu rechnen. Bis zum Jubiläum der Doppelstadt im Jahr 2004 könnte das Geläut am Gebäude montiert sein. Der große Platz hinter dem Bahnhof sei ideal für Feste und Feiern und könne mit Tischen und Bänken ausgestattet werden. "Viele Menschen würden sich hier an dem Glockenspiel erfreuen können", ist er sich sicher.

Stadtbürgermeister Alois Weber zeigte sich von diesem Vorschlag begeistert. "Das Glockenspiel an unserem wunderschön restaurierten Alten Bahnhof wäre eine echte Bereicherung." Einer Lärmbelästigung durch das stündliche Geläut und damit einer Beeinträchtigung seiner Amtsgeschäfte sieht er gelassen entgegen. "Musik hat mich immer schon inspiriert", versichert er gut gelaunt.

Doch es gibt auch kritische Stimmen im Verein, die die Trarbacher "im Abseits" sehen. Gerade die Bewohner der Altstadt hätten sich auf das Geläut und die Belebung der Straßen mit Schaulustigen und Zuhörern gefreut. Der Vorstand hat sich darüber jedoch schon Gedanken gemacht und präsentierte dieser Tage eine Lösung, die "den Bürgern beider Stadtteile gerecht wird", so Helmut Pönnighaus. Das Geläut könne ohne große technische Probleme nämlich auch in Trarbach erklingen, wenn es per Lautsprecher übertragen werde. Eine von TTA vorgeschlagene Installation der Lautsprecher am Mittelmosel-Museum lehnte der Vorsitzende des Fördervereins, Christof Krieger, jedoch ab. Die durch das Geläut entstehenden Schwingungen könnten die Wand- und Deckenrisse in dem barocken Gebäude deutlich vergrößern, befürchtet er.

VG-Chef Weisgerber für Trarbacher Rathaus

Verbandsgemeindebürgermeister Ulrich K. Weisgerber teilte auf Anfrage mit, dass er sich durchaus vorstellen könne, das Geläut per Lautsprecher vom Trarbacher Rathaus erklingen zu lassen. "Das ist ein zentraler Ort und die Glocken dürften überall gehört werden." Auch er sieht keine Beeinträchtigung seiner Amtsgeschäfte durch das stündliche Läuten.

Verkehrsamtsleiter Klaus Bürkle favorisiert die Lösung, das Glockenspiel am Alten Bahnhof anzubringen. "Dort könnten dann sogar Wunschkonzerte ausgerichtet werden, denn der Parkplatz ist groß und fasst viele Menschen", schwärmt er.

Stefan Bockelmann, RTL-Serienstar und bewährter Moderator, erklärte sich bereit, das Eröffnungskonzert zu moderieren.

Der TV startet heute eine Blitzumfrage unter seinen Lesern: Wie stehen Sie zu der von TTA vorgeschlagenen Alternative, das Glockenspiel am Alten Bahnhof in Traben anzubringen? Rufen Sie zwischen 10 und 11 Uhr an. Telefon: 06541/839230.