| 05:58 Uhr

Kinder
Eigeninitiative ist gefragt

Rouven gefällt die Wassermassage von Katharina Brandscheid (links) und Margit Högner von der kommunalen Kita Minheim.
Rouven gefällt die Wassermassage von Katharina Brandscheid (links) und Margit Högner von der kommunalen Kita Minheim. FOTO: Ursula Schmieder
Bernkastel-Kues . Der Kindertag der Verbandsgemeinde (VG) Bernkastel-Kues bietet jungen Familien ein Riesen-Netzwerk vielfältiger Möglichkeiten. Von Schmieder

Ein bisschen Geduld gehört schon mal dazu beim Kindertag der Verbandsgemeinde  Bernkastel-Kues. Vor allem nachmittags, wenn der Andrang an den 30 Stationen am größten ist. Doch viel los war zu jeder Zeit auf dem Forumsplatz und in der Güterhalle auf der Kueser Seite. Dort boten etwa 120 Kinder und Jugendliche ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Tanz, Gesang und Musik.

Vor der Tür auf dem Forumsplatz  probierten Kinder eifrig die Spielmöglichkeiten  aus. Sie ergründeten die Oberflächenspannung, malten Murmelbilder, bastelten Papier-Spinner, Fingerkreisel, oder genossen Farbwassermassagen. Vor allem waren sie ständig in Bewegung zwischen gefragten Trimmgeräten des Bernkasteler Rudervereins, der fast von Anfang an dabei ist, und den Turnmatten des Jugendkulturzentrums (Jukuz).

 Die von einem Kinderflohmarkt abgerundeten Angebote ermöglichten Kindertagesstätten (Kitas), Schulen, Vereine, soziale und kirchliche Einrichtungen in der Verbandgemeinde.

„Das ist wirklich schön und für die Kinder interessant“, lobten zwei Mütter. Auch Familie Etscheid aus Maring-Noviand genoss den „schönen Sonntagnachmittag“. Alle würden sich Zeit nehmen – „und die Kinder finden es toll“.

 Veranstalter des Kindertages sind die Verbandsgemeinde  mit Jugendpfleger Guido Moll und der Lions Club Mittelmosel. Laut Vizepräsident Karl-Albert Berres stieß er die Initiative bereits im Jahr 2002 an. Mit Aktivitäten wie diesen sollten Bedürftige, insbesondere Kinder, unterstützt werden.

Als Beispiele nennt Hans-Adolf Polch die Förderung von Kitas und Schulklassen, derzeit an die 40, und die Programme zur Suchtprävention an Erziehungseinrichtungen. Finanziert wird das über Spenden und Erlöse wie aus dem Verkauf von Adventskalendern und Kuchen. Außerdem packen die Mitglieder auch selbst mit an - ebenso wie Bürgermeister und Schirmherr Ulf Hangert. Ihn freuen der „tolle Erfolg“ des Kindertages und die große Beteiligung engagierter Menschen. So erhielten Eltern ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten vor Ort.

 Denn das ist das zentrale Ziel des Tages für Kinder und junge Familien, erklärte Moll. Nach Angeboten, die sie „einfach nur konsumieren“ könnten, suchten Kinder dort vergebens.

Doch dafür werde ihnen aufgezeigt, was sie sonst Sinnvolles machen könnten in der VG. Und das nicht nur an diesem Tag, sondern das ganze Jahr über. Er persönlich schätzt den Kindertag daher auch als großes Netzwerk, von dem wiederum die Familien profitieren.