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Fackelschwimmen
Der Nikolaus kommt im Ruderboot

Rund 200 Sporttaucher und Rettungsschwimmer stürzen sich seit 40 Jahren am ersten Samstag im Dezember beim Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues in die sechs Grad kalten Fluten der Mosel, um den Nikolaus auf einem Ruderboot zu begleiten.
Rund 200 Sporttaucher und Rettungsschwimmer stürzen sich seit 40 Jahren am ersten Samstag im Dezember beim Fackelschwimmen in Bernkastel-Kues in die sechs Grad kalten Fluten der Mosel, um den Nikolaus auf einem Ruderboot zu begleiten. FOTO: Holger Teusch
Bernkastel-Kues. Rund 200 Wassersportler werden am Samstagabend beim 41. Fackelschwimmen des Sporttauchclubs Oktopus als Begleitung des heiligen Mannes erwartet. Von Holger Teusch

(teu) Sechs bis sieben Grad warm oder besser kalt ist das Wasser der Mosel zurzeit. Trotzdem stürzen sich am Samstag, 1. Dezember, wieder viele Dutzend Sporttaucher in die Fluten. Der Sporttauchclub Oktopus hat zum 41. Mal zum Fackelschwimmen eingeladen –  und Wassersportler aus ganz Rheinland-Pfalz und weit darüber hinaus haben den Termin bereits rot im Kalender angestrichen. „Bereits im Sommer haben manche nachgefragt. Es liegen mehr als 100 Anmeldungen von Außerhalb vor. Dazu kommen noch die Schwimmer aus unserem Verein“, erzählt Petra Keukert-Kraemer, die zusammen mit ihrem Mann Klaus Keukert das Fackelschwimmen federführend organisiert.

Mehr als 300 Fackeln liegen bereit, um an die Schwimmer ausgegeben zu werden. Die Besucher des Bernkasteler Weihnachtsmarkts erwartet am Samstagabend 1. Dezember,  gegen 18 Uhr ein eindrucksvolles Schauspiel auf der Mosel. Die Fackelschwimmer eskortieren den Heiligen Nikolaus, der auf einer Barke des Rudervereins Bernkastel über die Mosel kommt. Am Alten Moselbahnhof an der Mündung des Tiefenbachs kommt er zusammen mit den Fackelschwimmern an Land und verteilt Süßigkeiten an die Kinder.

Im vergangenen Jahr mussten die Fackelschwimmer noch zittern, ob sie in die Mosel dürfen. Nicht wegen der Kälte, sondern wegen Hochwassers. „Damit haben wir in diesem Jahr wirklich kein Problem“, sagt Keukert-Kraemer.

Die Schaulustigen, die regelmäßig auf der Bernkastel-Kueser Moselbrücke und am Ufer dicht an dicht stehen, dürfen sich darauf freuen, den langsam über die Mosel treibenden Lichter-Lindwurm zu beobachten.