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Die Linke im Kreis kommt nicht zur Ruhe

Es rumort wieder im Bernkastel-Wittlicher Kreisverband der Linken. Die einstimmige Abwahl eines der beiden Parteichefs wird nun angefochten.

Wittlich. (har) Die Landesschiedskommission der Partei Die Linke muss sich erneut mit Auseinadersetzungen um die Führung des Kreisverbands Bernkastel-Wittlich befassen. Am vergangenen Freitag war Bernhard Hilgers (Wittlich) bei einer Mitgliederversammlung abgewählt worden (der TV berichtete).

Er war nach der Abwahl seines Vorgängers Klaus Münch (Malborn) erneut Teil der Bernkastel-Wittlicher Doppelspitze der Partei geworden. Dieser Doppelspitze hatte Hilgers bereits einmal angehört, ehe ihm die Mitglieder das Vertrauen entzogen hatten. Damals war er zusammen mit Münch gleichberechtigter Kreisvorsitzender der Partei mit schätzungsweise 40 Mitgliedern gewesen.

Bis zur erneuten Abwahl hatte Hilgers die Geschicke der Partei gemeinsam mit Vanessa Burkhardt (Salmtal) gelenkt. Die hatte auf TV-Anfrage mitgeteilt, die Abwahl sei aufgrund dessen fehlender Bindung zur Basis zustande gekommen.

Nun fechten Bernhard Hilgers und weitere Parteimitglieder die Rechtmäßigkeit der Versammlung an, bei der es zur Abwahl kam. Der Termin sei trotz schwebenden Verfahrens durchgesetzt, die Einladung zur Mitgliederversammlung nachträglich geändert worden. Burkhardt, hauptamtliche Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Katrin Werner, habe gegen einen früheren Sitzungstermin Widerspruch eingelegt und bei der Landesschiedskommission recht bekommen. Dagegen sei Widerspruch bei der Bundesschiedskommission eingelegt worden, sagt Hilgers. "Wir befanden uns also in einem schwebenden Verfahren. Und schon alleine aus diesem Grund hätte die von Vanessa Burkhardt initiierte Versammlung am vergangenen Freitag nicht stattfinden dürfen."

Zudem habe es Regelverstöße und Ungereimtheiten gegeben. Daraufhin hätten Parteimitglieder unter Protest die Versammlung verlassen.