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Traben-Trarbach
Die neue Goldene Traube erwartet die ersten Gäste

Neu-Hotelier Daniel Neugart auf der Dchterrasse des Hotels Goldene Traube. Von dort hat man einen einzigartigen Blick auf Traben-Trarbach.
Neu-Hotelier Daniel Neugart auf der Dchterrasse des Hotels Goldene Traube. Von dort hat man einen einzigartigen Blick auf Traben-Trarbach. FOTO: TV / Winfried Simon
Traben-Trarbach. Traditionshaus in Traben-Trarbach wurde umfangreich saniert und erweitert. Junge Familie hat das Hotel von der Ausonius-Gesellschaft gepachtet. Von Winfried Simon
Winfried Simon

Lange stand das Traditionshaus Hotel und Restaurant Goldene Traube in Traben-Trarbach leer. An diesem Wochenende öffnet es wieder die Türen. Die ersten Gäste erwartet ein größeres und weitestgehend umgebautes Haus mit derzeit 25 Zimmern, Weinbar und einer Dachterrasse mit einem freien Blick über die Dächer von Trarbach.

Betreiber sind Daniel und Dorothe Neugart, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Sie sind Pächter und in der Traben-Trarbacher Gastronomie und Hotellerie bekannte Personen. Der aus dem Schwarzwald stammende Daniel Neugart (33) lernte bei Matthias Ganter im Hotel Bellevue Hotelkaufmann, arbeitete drei Jahre im Luxushotel Marienhöh in Langweiler und kam 2012 wieder zurück an die Mosel, um im Hotel Moselschlösschen als Tagungs- und Banketleiter die Kunden zu betreuen.

Ehefrau Dorothe war ebenfalls im Hotel Bellevue als Hotelkauffrau tätig. Sie wird sich aber zunächst in erster Linie um das im Februar geborene Töchterchen Elli kümmern.

Im Februar 2012 ersteigerte die Ausonius-Gesellschaft die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Goldene Traube für 105 000 Euro (der TV berichtete).

Es war im Besitz der Familie Allmacher. Das viergeschossige Haus wurde zuletzt von Richard und Marlies Allmacher geführt. Es verfügte über 15 Gästezimmer, ein Restaurant, Hotelküche und private Wohnräume. Die Allmachers betreiben heute das Restaurant Alte Stadtmühle in Trarbach.

Die Ausonius-Gesellschaft, in der sich Investoren aus Traben-Trarbach zusammengeschlossen haben, hat sich zum ZIel gesetzt, „Problemimmobilien“ in Traben-Trarbach zu kaufen, zu sanieren und wieder in Wert zusetzen. In die Goldene Traube investierte die Gesellschaft rund 2,5 Millionen Euro. Bereits in der Rohbauphase gab es Gespräche mit Daniel Neugart, der Interesse an dem Projekt bekundet hatte. Bei der Konzeption, beim Innenausbau, der Gestaltung und Zuschnitt der Zimmer konnte er bereits mitreden.

Neugart: „Wir versuchen junge Leute anzusprechen. Unsere Philosophie könnte man mit locker, modern und frisch beschreiben.“

Alle Zimmer sind individuell gestaltet.. Zunächst startet das Hotel als Hotel garni. Es gibt Frühstück, Getränke und kleine Speisen in der Weinbar Der klassische Restaurantbetrieb fehlt noch. In Zukunft soll man aber in der Goldenen Traube auch wieder „richtig essen“ können, verspricht Neugart und sagt:. „Dann können die Traben-Trarbacher wieder in ihren Wamsch gehen.“ Der Wamsch ist in der Doppelstadt immer noch ein fester Begriff für das einst beliebte Restaurant.

Bei den jetzt 25 fertiggestellten Zimmern wird es nicht bleiben. Das Gebäude nebenan, einst Sitz der Mittelmosel-Zeitung, gehört jetzt ebenfalls zur Goldenen Traube. Dort wird noch fleißig gearbeitet. Es entstehen fünf weitere Gästezimmer. Auf der anderen Seite des Gebäudes befand sich die Buchhandlung Balmer. Auch dieses Haus soll als Teil des Hotels umgebaut werden. Sechs Gästezimmer sind geplant.

Das Haupthaus mit seinen 25 Zimmern bietet den Gäste eine besondere Attraktion. Von der Dachterrasse, der „Roof-Top-Bar“, die wie alle Etagen mit einem Aufzug erreichbar ist, hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Daniel Neugart: „Ich weiß, dass die Traben-Trarbacher natürlich sehr gespannt sind und wissen wollen, wie die Goldene Traube jetzt aussieht. Ende Oktober machen wir einen Tag der offenen Tür. Dann kann sich jeder hier umschauen und sich ein Bild machen.