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Verkehr
Leere Schilder und volle Parkbuchten in Bernkastel-Kues

So ist es richtig. Autos parken in der Schulstraße in Kues auf der eingezeichneten Fläche.
So ist es richtig. Autos parken in der Schulstraße in Kues auf der eingezeichneten Fläche. FOTO: Beckmann Clemens
Bernkastel-Kues. Die neuen Verkehrsegelungen im Stadtteil Kues sind in aller Munde. Von den Anwohnern kommen Klagen und Anregungen. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

So etwas fällt natürlich ins Auge: Im Stadtteil Kues stehen seit einigen Wochen an mehreren Straßeneinfahrten große Schilder. Vor einigen Straßen, wie Im Brühl und Schulstraße, sogar jeweils eines links und eines rechts. Während des Weinfestes der Mittelmosel stand darauf zu lesen, dass während des Festzuges in diesem Bereich absolutes Halte- und Parkverbot ist. Es handelt sich um Klappschilder, die bei Bedarf mit dem nötigen Zusatz versehen werden.

Seit dem Weinfest ist aber nur freie Fläche zu sehen. Bleibt das so, beziehungsweise bleiben die Schilder auch stehen, wenn sie nicht gebraucht werden? Diese Frage haben Leser dem TV gestellt. Es gibt, so Dagmar Milde, stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, auch Anfragen bei der Behörde.

Die Fragen stehen in Zusammenhang mit der neuen Verkehrsordnung im Stadtteil Kues. Dort gibt es bereits seit längerem in einigen Straßen eingezeichnete Parkbuchten. Solche wurden in den vergangenen Wochen und werden auch immer noch – wo es möglich ist – in den anderen Straßen ausgewiesen.

Auch da gebe es, wie bei den Schildern, Klagen und Anregungen. „Wir sammeln das und werden voraussichtlich im Oktober noch einmal alles überprüfen“, sagt Dagmar Milde, die derzeit Ordnungsamtsleiter Axel Schmitt vertritt. Bei den Klappschildern scheint es so zu sein, dass sie stehen bleiben. Diese Aussage habe er von Axel Schmitt erhalten, sagt Markus Ruf, Leiter des städtischen Bauhofs. Für seine Mitarbeiter bedeute das: weniger Arbeit durch Aufbau und Abbau.

Heinz-Peter Ruggeri ist damit nicht einverstanden. Direkt vor seinem mit Blumen und Weinlaub verzierten Haus an der Ecke Schillerstraße/Schulstraße steht ein solches Schild. „Ich finde es unpassend, es das ganze Jahr stehen zu lassen. Ich würde mich bereit erklären das Schild zwischenzulagern“, sagt er. Axel Schmitt, seit einigen Monaten im Amt, geht mit der Devise vor, die in der Stadt herrschende Schilderflut einzudämmen. „Ich kann das aber nicht erkennen“, sagt Heinz-Peter Ruggeri.

Das zweite große Thema ist die Parksituation. Für den Stadtteil Bernkastel ist ein neues Konzept in Arbeit (der TV berichtete). In Kues ist bereits einiges umgesetzt. Jeder Verkehrsteilnehmer sieht nach Abschluss der Markierungsarbeiten, wo Parken erlaubt ist. Bisher gab es in vielen Straßen keine offizielle Regelung. Der Straßenrand diente als Parkraum. Jetzt gehe es, so Axel Schmitt darum, das Parken zu erlauben, wo es möglich ist. Ein- und Ausfahrten müssten aber frei bleiben um großen Rettungsfahrzeugen die Zufahrt zu ermöglichen. Es gibt noch eine Karenzzeit. Falschparker werden zwar verwarnt, müssen aber noch kein Knöllchen bezahlen. Erst müssten alle Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Dagmar Milde. Dann werde die neue Regelung noch einmal veröffentlicht. Dann müssten die Verkehrsteilnehmer mit verstärkten Kontrollen rechnen.

Dieses Klappschild steht vor einem Haus. Der Hausherr ist dagegen.
Dieses Klappschild steht vor einem Haus. Der Hausherr ist dagegen. FOTO: Beckmann Clemens