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Ehemalige Tankstelle weicht neuem Wald

Von den Gebäuden der Tankstelle an der Hunsrückhöhenstraße ist nichts mehr zu erkennen. Derzeit wird das Gelände von Altlasten befreit, damit es der Natur wieder zurückgegeben werden kann. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Von den Gebäuden der Tankstelle an der Hunsrückhöhenstraße ist nichts mehr zu erkennen. Derzeit wird das Gelände von Altlasten befreit, damit es der Natur wieder zurückgegeben werden kann. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Die ehemalige Tankstelle an der Hunsrückhöhenstraße zwischen den Zufahrten von Irmenach und Lötzbeuren ist seit kurzem verschwunden, das Gelände wird derzeit von Altlasten befreit. Das Grundstück soll seiner natürlichen Umgebung angepasst werden: Es wird wieder zum Wald. Von unserem Mitarbeiter Christoph Strouvelle

Lötzbeuren/Irmenach. Die leerstehende Tankstelle an der Hunsrückhöhenstraße (B 50/B 327), die sich an der Kreisgrenze zwischen den Abfahrten nach Irmenach und Lötzbeuren auf der Gemarkung der Gemeinde Hirschfeld (VG Kirchberg) befindet, wird derzeit abgerissen. Das Gelände der Tankstelle wird renaturiert. Das teilte Ursula May, Pressesprecherin der Oberfinanzdirektion Koblenz, mit.

Die Tankstelle, die beidseitig der Hunsrückhöhenstraße über zwei Tankmöglichkeiten verfügte, ist nach Auskunft von May seit 2002 nicht mehr in Betrieb und stand seitdem leer. Der Zeitpunkt des Baus der Tankstelle ist der Oberfinanzdirektion unbekannt. Der letzte Besitzer verstarb 2004. Die gesetzlichen Erben schlugen die Erbschaft wegen der Belastung mit Darlehen und Grundpfandrechten aus. Ein Verkauf der Tankstelle war aus heutiger Sicht wegen des Zustandes der Tankstelle bereits damals nicht mehr möglich.

2005 gingen die Grundstücke und Gebäude an das Land Rheinland-Pfalz über. Die Oberfinanzdirektion hatte in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises die ehemalige Tankstelle überprüft und Gefährdungen für die öffentliche Sicherheit gesehen. Daraufhin wurden der Abriss der Gebäude sowie die Sanierung des Geländes sowie des kontaminierten Erdreichs eingeleitet, teilte May mit. Die Kosten dafür bezifferte die Pressesprecherin mit 400 000 Euro.

Zur weiteren Nutzung des Geländes teilte May mit, dass das Grundstück der Umgebung angepasst und somit "der Natur zurückgegeben wird". In wenigen Jahren werde nicht mehr erkennbar sein, dass an dieser Stelle ein Gewerbebetrieb existierte.