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Stadtentwicklung
Ein Bildband hilft der Grevenburg

FOTO: Christoph Strouvelle
Der ehemalige Traben-Trarbacher Stadtbürgermeister Klaus Weinmann ergreift Initiative für die Sicherung der Mauern. Von Christoph Strouvelle

Einfach abwarten und zusehen was passiert ist nicht die Maxime von Klaus Weinmann. Stattdessen handelt der 87-Jährige lieber. So auch in Sachen Grevenburg: Als der ehemalige Traben-Trarbacher Stadtbürgermeister und Landtagsabgeordnete gehört hat, die Grevenburg müsse für eine hohe sechsstellige Summe saniert werden, hat er sich überlegt, „was ich als Bürger tun kann.“

Weinmann ist schnell etwas eingefallen. Denn er hat aus seinem Fundus an Material, das sich während seiner politischen Tätigkeit und auch später angesammelt sowie Aufnahmen, die er im vergangenen Jahr gemacht hat, einen Bildband über die Stadt Traben-Trarbach zusammengestellt und 200 Exemplare drucken lassen. Die Herstellung pro Band kostet 15 Euro, verkauft wird der Band für 25 Euro. „Macht 2000 Euro für die Grevenburg“, freut er sich.

Dargestellt in dem Buch sind rund 300 neue und alte Ansichten der Moselstadt, die meisten als Foto. Aber auch historische Zeichnungen sind darin zu finden, wie eine Skizze von 1645, die Trarbach mit der intakten Grevenburg zeigt. Ergänzt werden diese durch historische Anzeigen aus dem Jahr 1902.

Die Nachfrage nach dem Buch ist gut, sagt er. Mehr als die Hälfte sei  bereits verkauft. Einige Exemplare seien zu Verwandten ins Ausland geschickt worden.

So seien einzelne Bildbände zu Angehörigen von Traben-Trarbacher Bürger gegangen, die jetzt in Australien, Afrika, Los Angeles, New York, England und Schweden leben. Der Bildband der Doppelstadt Traben-Trarbach mit der Grevenburg und dem Wappen der Stadt auf der Titelseite ist im Buchladen in der Brückenstraße im Stadtteil Trarbach erhältlich.