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Ein Gewinn für Dorf und Gemeinschaft

Eine Gruppe von Bäschern engagiert sich Jahr für Jahr als Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt Bäsch, die etliche Projekte im Dorf realisiert hat. TV-Foto: Ursula Schmieder
Eine Gruppe von Bäschern engagiert sich Jahr für Jahr als Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt Bäsch, die etliche Projekte im Dorf realisiert hat. TV-Foto: Ursula Schmieder
Bäsch. Seit 1995 hat die Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt Bäsch einiges auf die Beine gestellt. Denn der Einsatz der Aktiven, die mit wachsender Freude dabei sind, ist nicht nur vor Weihnachten gefragt.

Bäsch. Ehrenamtliche Initiativen laufen manchmal nur eine begrenzte Zeit. Bei der Interessengemeinschaft (IG) Bäscher Weihnachtsmarkt ist das jedoch anders. Am Samstag, 3. Dezember, steigt ihr 17. Weihnachtsmarkt in der Dorfscheune.
Regionale Spezialitäten


Besucher können sich dann mit Advents- und Weihnachtsartikeln eindecken oder mit regionalen Spezialitäten wie Honig und Wurstprodukten. Auch für das leibliche Wohl sorgen die rund 25 Aktiven, denen Weihnachtsmarktfreunde der Erbeskopf-Realschule Thalfang helfen. Sie bieten nicht nur heiße Getränke an, sondern brutzeln Crêpes, Waffeln und Backfisch. Zum Nachtisch gibt es selbst gebackene Plätzchen und Kuchen, die Bürger für den Weihnachtsmarkt spenden. Ein kleiner Höhepunkt wird der Nikolaus-Besuch sein. Laut Claudia Thömmes wird der heilige Mann alle anwesenden Kinder beschenken. Jedes erhält eine Weihnachtstüte, die Bäscher Frauen mit Äpfeln, Weckmann und Schokolade füllen. "Wir packen immer 100 Tüten und hinterher sind alle weg", freut sich Petra Graul. Mit der Nikolausfeier hatte auch alles angefangen, erinnert sich Ehemann Burkhard Graul, Thalfangs Ortsbürgermeister. Die Initiative einiger Frauen sei rasch an räumliche Grenzen gestoßen in der alten Schule, dem Bürgerhaus. Irgendwann habe es daher geheißen: "nächstes Jahr machen wir einen Weihnachtsmarkt". 1995 war es so weit: Der Weihnachtsmark der knapp 400 Bäscher war laut Klaus Brenger einer der ersten in der Region. "Wir wollten etwas für die Kinder tun", begründet Michael Zimmer. Aus dem gleichen Grund richte die IG auch den Martinsumzug aus, bestätigt Michael Klee, der sich auch noch gut an die "Blitzaktion" erinnert, in der sie ihre eigenen Weihnachtsmarkthütten bauten. Ein "schweres Schneegestöber" hatte dazu veranlasst. Der Erfolg des Marktes ist laut Graul nicht zuletzt den Vereinen zu danken. Sänger, Feuerwehr, Frauenhilfe und Thalfanger Musiker, die den Markt musikalisch umrahmen, hätten sie immer unterstützt: "Sonst hätte das nicht geklappt."
Für Heinz Thiel ist aber das Plus für die Dorfgemeinschaft mit entscheidend. Alle fühlten sich verbunden und jeder freue sich, mit anpacken zu können.
Viele Projekte realisiert


Dass der Weihnachtsmarkt heute in und um die Dorfscheune pulsiert, ist ebenso der IG zu verdanken, die nebenbei etliche andere Projekte im Dorf realisierte. Denn die Erlöse aus dem Markt fließen immer in gemeinnützige Vorhaben.
Die erste Initiative war der hinter der Dorfscheune angelegte Kinderspielplatz, für den die IG die Geräte beschaffte und auch aufstellte. Auch Sitzgruppen gehen auf ihr Konto sowie ein Grillplatz und eine Tischtennisplatte für den Spielplatz. Außerdem flossen Zuschüsse für die Jugendfeuerwehr, die Orgel der Sängergemeinschaft und das Bürgerhaus,. Ein Mammutprojekt war der Ausbau der Dorfscheune, in der nicht nur im Advent gefeiert wird. urs