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Ein neuer Teppich fürs Mittelmoselmuseum in Traben-Trarbach

Museumsleiter Christof Krieger (links) und Albert Wenker verlegen einen neuen Teppichboden im Dachgeschoss der Barockvilla Böcking. Foto: privat
Museumsleiter Christof Krieger (links) und Albert Wenker verlegen einen neuen Teppichboden im Dachgeschoss der Barockvilla Böcking. Foto: privat
Der Förderverein Mittelmoselmuseum hat einen neuen Teppichboden im Raum Vor- und Frühgeschichte finanziert.

Traben-Trarbach. "So lange und so ausgiebig in den vergangenen Jahren amtlicherseits über die dringend notwendige Sanierung des Mittelmoselmuseums in Traben-Trarbach diskutiert und geplant wurde, so wenig hat sich indessen seitdem in dem Gebäude selbst konkret getan", klagt Museumsleiter Christof Krieger. So sei bereits 2009 jeder Riss und jedes bröckelnde Putzstück der Stuckdecken in den beiden historischen Wohnetagen des um 1750 errichteten Barockhauses mit erheblichem finanziellen Aufwand millimetergenau kartiert worden. Doch zu einer Behebung der Schäden habe bislang das Geld gefehlt.

"Bis dahin bleibt den Mitarbeitern des Museums nichts anderes übrig, als die nach und nach herabfallenden Brocken regelmäßig aufzufegen", berichtet Krieger. Aus Gründen des Denkmalschutzes seien ihm in diesem Fall die Hände gebunden.

Im Dachgeschoss der Barockvilla Böcking dagegen wurde nun Hand angelegt. Der Teppichboden im Raum Vor- und Frühgeschichte war im Ausstellungsbereich zur Stadthistorie mehr als 40 Jahre alt und hatte sich mehr und mehr in seine Bestandteile aufgelöst. Zudem war er laut Krieger zu einer gefährlichen Stolperfalle für die Besucher geworden. Gemeinsam mit dem Mitglied des ehrenamtlichen Helferteams des Museums Albert Wenker aus Reil nutzte Krieger die Winterpause, um in Eigenleistung die verbackenen Reste des alten Bodenbelags in dem rund 70 Quadratmeter großen Raum mit einem Spachtel abzukratzen und anschließend einen neuen Teppichboden zu verlegen. Die Sachkosten übernahm vollständig der Föderverein Mittelmoselmuseum.

"Es ist sicherlich nicht Aufgabe des Museumsvereins, einen neuen Bodenbelag in den Ausstellungsräumen zu finanzieren, ebenso wenig wie es zu meinen Pflichten als Museumsleiter zählt, mich auf diese Weise in dem Gebäude zu betätigen", sagt Krieger. "Doch wir können und wollen die Gäste, die das Museum jetzt besuchen möchten, ja nicht auf weitere fünf oder zehn Jahre vertrösten, bis endlich etwas geschieht." Zumal auch heute niemand sagen könne, ob und wann die Gesamtsanierung tatsächlich kommt. red