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Ein Tunnel der Superlative

4200 Meter parallel zum jetzigen Tunnel wird eine zweite Röhre gebohrt. TV-Foto: Archiv/S. Schwadorf
4200 Meter parallel zum jetzigen Tunnel wird eine zweite Röhre gebohrt. TV-Foto: Archiv/S. Schwadorf
Cochem/Ediger-Eller. (pie) Im Mai beginnt ein Jahrhundertprojekt an der Mosel: Dann beginnt die Deutsche Bahn mit dem Bau einer zweiten, 4200 Meter langen Röhre für den Kaiser-Wilhelm-Tunnel. 200 Millionen Euro werden dabei investiert. Und das ist nicht der einzige Superlativ: Die neue Röhre wird mit einer Tunnelvortriebsmaschine von Ediger-Eller aus durch den Berg nach Cochem gebaut. Diese 170 Meter lange und zehn Meter breite Maschine wurde eigens von der Firma Herrenknecht aus Baden-Württemberg für den Kaiser-Wilhelm-Tunnel konstruiert. Das riesige Gerät hat ein Gesamtgewicht von 1710 Tonnen und wird in den kommenden Wochen in insgesamt 91 Transporten zu der Baustelle an die Mosel gebracht und dort an Ort und Stelle zusammengebaut. Täglich zehn Meter tiefer in den Berg



Dann wartet eine Mammut aufgabe auf die Maschine: 420 Tage lang wird sie sich 24 Stunden - also rund um die Uhr - einen Weg durch den Berg fräsen. Pro Tag schafft sie dabei etwa zehn Meter Vortrieb und löst dabei rund 1000 Kubikmeter Geröllmasse.

Insgesamt rechnet die Deutsche Bahn mit 900 000 Tonnen Gestein, die auf den Gleisen abtransportiert und zu einer Tongrube in den Westerwald gebracht werden.