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Eine Brücke zwischen Alt und Neu

In Trier verbindet eine Fußgängerbrücke City-Parkhaus (links) und Trier-Galerie. Zwischen Neu- und Altbau des PWG in Wittlich soll auch eine Verbindung geschaffen werden. TV-Foto: Roland Morgen
In Trier verbindet eine Fußgängerbrücke City-Parkhaus (links) und Trier-Galerie. Zwischen Neu- und Altbau des PWG in Wittlich soll auch eine Verbindung geschaffen werden. TV-Foto: Roland Morgen
Die mehr als sechs Millionen Euro teure Sanierung des Wittlicher Peter-Wust-Gymnasiums soll im Frühjahr 2011 beginnen. Derzeit wird geprüft, ob eine rund 200 000 Euro teure Brücke Haupt- und Nebengebäude miteinander verbinden soll. Von unserem Redakteur Harald Jansen

Wittlich. Die Bezeichnung "heiliger Berg" für das Wittlicher Peter-Wust-Gymnasium (PWG) kommt nicht von ungefähr. Die Schule an der Koblenzer Straße befindet sich auf einem ansteigenden Areal. Zwischen Nebengebäude und Hauptgebäude ist ein Höhenunterschied von zehn Metern. Der soll im Rahmen der anstehenden Sanierungs- und Umbauarbeiten überwunden werden. Insgesamt 6,2 Millionen Euro sollte diese Aktion ursprünglich kosten.

Aktuell rechnet Martin Drees von der Kommunalbau Rheinland-Pfalz mit rund acht Prozent Mehrkosten. Dies sagte Drees in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Damit steigen die Kosten auf rund 6,7 Millionen Euro. Mit ein Grund dafür ist, dass Neben- und Hauptgebäude so miteinander verbunden werden sollen, damit auch Rollstuhlfahrer den Weg bewältigen können. Das ist bisher aufgrund des Höhenunterschieds nur schwerlich möglich. Drees brachte deshalb eine Fußgängerbrücke ins Spiel, die gut 200 000 Euro kosten soll. Nach ersten Ideen soll die Brücke zwischen dem Dachgeschoss des Nebengebäudes und dem Erdgeschoss des Hauptgebäudes gebaut werden. Innerhalb der Häuser soll es mit Aufzügen weitergehen. Die Brückenlösung ist noch nicht beschlossen. Denn die Mitglieder des Kreisausschusses liebäugeln mit einer billigeren Lösung. Vorgeschlagen wird unter anderem ein Treppenaufzug für Rollstühle.

Aufgrund einer Änderung der ursprünglichen Pläne ist eine gute Verbindung zwischen den beiden Gebäuden des PWG zwingend notwendig. Denn im Nebengebäude sollen alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 untergebracht werden. Die naturwissenschaftlichen Fachräume sollen im Hauptgebäude konzentriert werden.

Die volle Konzentration der Planer und Architekten liegt derzeit darauf, alles so weit vorzubereiten, damit im Frühjahr 2011 die Handwerker und Bauarbeiter loslegen können. Zuvor soll im Nebengebäude sondiert werden, in welchem Zustand sich die Installationen unter den abgedeckten Decken und in den Wänden befinden.EXTRA PWG: Derzeit hat das PWG 924 Schüler. Da ein Nebengebäude einsturzgefährdet ist, werden die Klassen 5 bis 9 seit November 2009 in Wengerohr unterrichtet. 2013 sollen die Schüler wieder an einem Standort unterrichtet werden.