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Sport
Eine Kröverin und der Profifußball

Kröv/Birkenfeld. (red) Michelle Beth aus Kröv an der Mosel, Absolventin des Bachelorstudiengangs Wirtschafts- und Umweltrecht am Umwelt-Campus Birkenfeld, behandelt in ihrer Abschlussarbeit die juristische Seite der 50+1-Regel des deutschen Profifußballs.

(red) Michelle Beth aus Kröv an der Mosel, Absolventin des Bachelorstudiengangs Wirtschafts- und Umweltrecht am Umwelt-Campus Birkenfeld, behandelt in ihrer Abschlussarbeit die juristische Seite der 50+1-Regel des deutschen Profifußballs.

Als großer Fan, langjährige Dauerkarteninhaberin und Mitglied des 1. FC Kaiserslautern verfolgt sie die seit Jahren geführte Debatte rund um die Kommerzialisierung des professionellen Fußballsports. Nun wird die herausragende Abschlussarbeit, die mit der Note 1,0 bewertet wurde, sogar als Buch erscheinen. Am Dienstag, 24. April, wird Beth um 18 Uhr (Seminarraum 2) auch im Rahmen der Ringvorlesung am Umwelt-Campus Birkenfeld referieren. Entgegen des gängigen Sprachgebrauchs sind die meisten deutschen Profifußballklubs nicht mehr als Vereine im rechtlichen Sinne organisiert, sondern als Kapitalgesellschaften ausgegliedert. An diesen müssen wiederum die „klassischen“ Muttervereine die Mehrheit halten, so die sogenannte „50+1“-Regel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung stimmten die Klubs beider Profiligen  mehrheitlich dafür, die Verbandsregelung beizubehalten, unter dem Gesichtspunkt ihrer Rechtssicherheit jedoch einen Verbesserungsprozess anzustreben. Die Bachelorarbeit nimmt sich der potentiellen Konfliktfelder an. Dabei widmet sich Michelle Beth auch den anderen europäischen Profiligen und den dortigen Tendenzen. Sie hat eine stichhaltige juristische Argumentation zugunsten der „50+1-Regel“ erarbeitet, die der gesellschaftlichen Bedeutung des Sports und der Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert beimisst, sich der abnehmenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Mannschaften, speziell gegenüber dem europäischen Ausland, jedoch nicht verschließt.

Die kostenlose Ringvorlesung am Umwelt-Campus Birkenfeld findet  vom 24. April bis 12. Juni jeweils dienstags um 18 Uhr in Seminarraum 2 statt.