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Einsatz für Natur und Familie

Uwe Andretta und Jutta Blatzheim-Roegler (rechts) unterstützen die Grünen-Direktkandidatin Britta Steck beim Wahlkampf. Foto: Monika Kewes
Uwe Andretta und Jutta Blatzheim-Roegler (rechts) unterstützen die Grünen-Direktkandidatin Britta Steck beim Wahlkampf. Foto: Monika Kewes
MORBACH. Der Kreisverband Bernkastel-Wittlich von Bündnis 90/Die Grünen hat am Wochenende Britta Steck als Direktkandidatin des Wahlkreises Bernkastel-Kues, Morbach, Kirchberg und Hunsrück für die Landtagswahl gewählt (der TV berichtete). ARRAY(0xeb19060)

Spannend ging es am Wochenende in Morbach bei der Wahlversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Bernkastel-Wittlich zu. Für die Spannung sorgte allerdings weniger die Frage, wer um den Posten des Direktkandidaten für den Wahlkreis Bernkastel-Kues, Morbach, Kirchberg und Hunsrück ins Rennen geht; denn als einzige Kandidatin trat Britta Steck aus Gornhausen an. Vielmehr war lange offen, ob überhaupt genügend Parteimitglieder zur Versammlung kommen würden um zu wählen. Etwa eine halbe Stunde nach dem eigentlichen Beginn der Versammlung waren mit sechs Grünen dann doch genügend Mitglieder da, um einen Direktkandidaten zu bestimmen. "Hier muss jeder drei Jobs machen, damit wir wählen können", sagte Samtha Schuldt-Weber amüsiert. Und tatsächlich war er einer derjenigen, die drei Ämter bei der Wahl ihres Direktkandidaten übernahmen: in der Mandatsprüfungskommission, der Zählkommission und für die Versicherung an Eides statt. Schnell und einstimmig bestimmten die Parteimitglieder Britta Steck dann als ihre Direktkandidatin für die Landtagswahl. Die 40-jährige Steck ist bei den Grünen kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie ist Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Bernkastel-Kues, Schatzmeisterin im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und politische Wahlkampfleiterin für die Wahlkämpfe 2005 und 2006. Als ihre politischen Ziele nannte sie "eine ökologische und gerechte Zukunft - für Umwelt, Natur und die Menschen, vor allem für unsere Kinder". Deshalb setze sie sich im Landtagswahlkampf für "gesunde, rückstandsfreie und gentechnikfreie Lebensmittel" und für eine regionale Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte nach dem Vorbild der Modell-Region Bitburg-Prüm ein. Zudem sei es ihr Ziel, die Lebensqualität für Einheimische und Touristen zu verbessern. "Ein Nachtflughafen Hahn mit Frachtflug rund um die Uhr steht dieser Entwicklung konträr entgegen. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Entwicklung gestoppt wird und mit vielen anderen Grünen im Land für ein generelles Nachtflugverbot kämpfen", bezog sie bei der Wahlversammlung Stellung. Als dreifacher Mutter liegt Britta Steck auch die Bildungspolitik am Herzen: "Unser Schulsystem sortiert Kinder viel zu früh aus und verhindert damit, dass das einzelne Kind die bestmögliche Förderung erhält." Deshalb werde sie sich für eine individuelle Förderung in Kindertagesstätten und Schulen einsetzen, wenn sie als Direktkandidatin der Grünen in den Landtag Einzug halte.