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Einsatzkräfte proben Ernstfall

Enge Gänge, schmale Treppen. Auch wenn es nur eine Übung war - die Belastung für die Rettungskräfte, vor allem die mit Atemschutzgerät ausgestatteten, war dennoch hoch. Foto: Ursula Schmieder
Enge Gänge, schmale Treppen. Auch wenn es nur eine Übung war - die Belastung für die Rettungskräfte, vor allem die mit Atemschutzgerät ausgestatteten, war dennoch hoch. Foto: Ursula Schmieder
ZELTINGEN-RACHTIG. (urs) Großeinsatz an der Schleuse Zeltingen. Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Zeltingen und Rachtig sowie des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Bernkastel-Kues, probten den Ernstfall.

Was wäre wenn? Wie schnell wären die Rettungskräfte vor Ort, welche Probleme gäbe es vor Ort und vor allem, wie ließe sich der Einsatz für den Fall eines echten Einsatzes optimieren? Antworten auf Fragen wie diese zu finden, war Sinn und Zweck einer Rettungsübung an der Schleuse Zeltingen. "Wir testen unser eigenes Krisenmanagement und dann auch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr", erklärte Michael Moltrecht von RWE Power, Betrieb Bernkastel. Aktueller "Notfall" war der Unfall zweier Mitarbeiter, die bei Schweißarbeiten ein Feuer ausgelöst hatten. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte über die Zentralwarte Fankel in Ellenz-Poltersdorf. In wenigen Minuten waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Zeltingen und Rachtig mit dem stellvertretenden Wehrleiter Norbert Burbach als Einsatzleiter vor Ort. Ebenso das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Bernkastel-Kues. Alle mit je zwei Fahrzeugen. Die mit Atemschutzgerät ausgestatteten Wehrleute machten sich schnell auf den Weg in die unteren Stockwerke auf. Denn von dort aus waren die "Verletzten" über enge Treppenhäuser nach oben zu transportieren.Ortskenntnisse sind wichtig

Ortskenntnis sei schon wichtig, stellte einer der Helfer fest. Vor allem, wenn man sich mit Maske und nur anhand von Plänen orientieren müsse. Übungen wie diese werden laut Michael Kolbeck, RWE-Fachkraft für Arbeitssicherheit, routinemäßig durchgeführt. Im Bereich der Mosel etwa ein- bis zweimal im Jahr. Und zwar entweder auf Anfrage der Wehren oder auf Initiative des RWE. Zu der Mitarbeiterzahl in den automatisch betriebenen Standorten erklärt Kolbeck: "In der Regel sind drei Personen dem Kraftwerk zugeordnet." Diese würden allerdings auch schon mal andernorts für Revisionsarbeiten, also Überprüfungen, eingesetzt. Die Zahl der RWE-Laufwasserkraftwerke an Mosel, Saar und Eifel beträgt laut Kolbeck 23. Davon sind zehn an der Mosel, sieben an der Saar und sechs in der Eifel.