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Erwin Haussmann räumt seinen Platz

Ein Bild, das bald wieder aktuell werden könnte: Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Erwin Haussmann gratulierte vor einem Jahr Jutta Schneider zur Bürgermeister-Kandidatur in Traben-Trarbach. Jetzt wird sie vermutlich seine Nachfolgerin an der Parteispitze.Foto: TV-Archiv/Winfried Simon
Ein Bild, das bald wieder aktuell werden könnte: Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Erwin Haussmann gratulierte vor einem Jahr Jutta Schneider zur Bürgermeister-Kandidatur in Traben-Trarbach. Jetzt wird sie vermutlich seine Nachfolgerin an der Parteispitze.Foto: TV-Archiv/Winfried Simon
TRABEN-TRARBACH. Im CDU-Stadtverband Traben-Trarbach läuft nach der verloren gegangenen Bürgermeisterwahl noch immer nicht alles rund. Unklar ist etwa, wer ab dem kommenden Jahr den Vorsitz übernehmen soll. Erwin Haussmann will nicht mehr. Zurzeit läuft alles auf Jutta Schneider hinaus. ARRAY(0x12736cb88)

Erwin Haussmann führt seit drei Jahren den CDU-Stadtverband Traben-Trarbach. Der 51 Jahre alte Polizeibeamte macht den Job, den er von Peter Sündermann übernahm, ganz gerne, zumal er auch einige Erfolge vorzuweisen hat. In seiner Zeit stieg die Zahl der Mitglieder im Stadtverband von 76 auf 90, und auch die CDU-Ergebnisse in der Stadt bei der Bundestagswahl im Jahr 2002 und der Kommunalwahl im Juni 2004 waren mehr als respektabel.Sinneswandel binnen einer Stunde

Dennoch, Erwin Haussmann wird "aller Voraussicht nach" bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands am 12. Januar im Central-Hotel in Traben nicht mehr zur Verfügung stehen. Haussmann, der vor Weihnachten gegenüber dem Trierischen Volksfreund noch erklärt hatte, er wisse nicht, ob er noch einmal antreten werde, sagte dem TV gestern: "Nach dem derzeitigen Stand werde ich als Vorsitzender nicht wieder kandidieren. Voraussetzung ist, dass ein geeigneter Kandidat für die Nachfolge zur Verfügung steht. Jutta Schneider hat mir soeben gesagt, dass sie am 12. Januar kandidieren will." Kurz zuvor hatte Jutta Schneider gegenüber dem TV noch gesagt, dass eine Kandidatur ihrerseits noch offen sei. Der Sinneswandel innerhalb eine Stunde könnte wohl daher kommen, dass sie vor der Mitgliederversammlung Spekulationen in der Öffentlichkeit vermeiden will, wer denn in Zukunft den Stadtverband führen soll.