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Fahnenmasten sitzen jetzt fest und sicher

Polier Reinhard Schneiders und zwei weitere Mitarbeiter der Firma Torkret haben die Fahnenmasten auf der Moselbrücke mit neuen Sprengringen versehen, die ein mutwilliges Ausheben unmöglich machen. Vor einigen Wochen war ein 580 Euro teurer Mast in die Mosel geworfen worden.Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Polier Reinhard Schneiders und zwei weitere Mitarbeiter der Firma Torkret haben die Fahnenmasten auf der Moselbrücke mit neuen Sprengringen versehen, die ein mutwilliges Ausheben unmöglich machen. Vor einigen Wochen war ein 580 Euro teurer Mast in die Mosel geworfen worden.Foto: Gerda Knorrn-Belitz
TRABEN-TRARBACH. (G.K.-B.) Die Fahnenmasten auf der Moselbrücke in Traben-Trarbach wurden jetzt mit neuen Sprengringen versehen, nachdem unlängst ein Mast aus der Verankerung gehoben und in die Mosel geworfen worden war.

Polier Reinhard Schneiders ist vielen Bürgern noch gut in Erinnerung von der Sanierung der Brücke. Jetzt hatte er mit zwei weiteren Mitarbeitern der Klausener Firma Torkret erneut einen Einsatz in Traben-Trarbach. Vor einigen Wochen wurde ein Fahnenmast aus der Verankerung gezogen und in den Fluss geworfen. Zwei bis drei Leute seien dafür sicher nötig gewesen, ist Reinhard Schneiders überzeugt, denn ein einzelner könne die 50 Kilogramm schwere Stange nicht herausheben, die außerdem 80 Zentimeter tief in der Hülse stecke. Als "Wahnsinn" bezeichnete er die Aktion, die überdies lebensgefährlich war, denn die Vandalen mussten dabei auf dem Brückengeländer stehen und hätten leicht selbst in den Abgrund stürzen können. Die Wasserschutzpolizei wurde von dem Vorfall seinerzeit informiert, um die Lage des Mastes im Fluss zu prüfen. Eine Schräglage hätte den Schiffsschrauben gefährlich werden können. Jetzt wurden die verbliebenen 15 Fahnenmasten per Kranwagen mit neuen, fester sitzenden Sprengringen versehen, die ein Ausheben unmöglich machen. "580 Euro kostet ein solcher Fahnenmast", konnte Reinhard Schneiders in Erfahrung bringen. Dazu kommen die Montagekosten. Die 16 Masten auf der Mosel waren von der Aschaffenburger Firma Alpha auf Maß gefertigt worden, und eine einzelne Nachbestellung werde mit Sicherheit teurer, sagt Schneiders. Kurzfristig hätte die Firma wohl einen neuen Mast liefern können, aber der sei 30 Zentimeter kürzer und hätte sich somit nicht harmonisch in das Gesamtbild eingefügt. Die Aktion auf der Brücke sorgte für kurzfristige Verkehrsstaus und Kopfschütteln bei den Bürgern, als sie erfuhren, dass ein Mast mutwillig in den Fluss geworfen worden war. Polier Schneiders berichtete, dass auch ein auf der Brücke stehender Zählerkasten zu Beginn der Bauarbeiten in die Mosel geworfen worden war.