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Familie und Entbürokratisierung

Der FDP-Kreisverband Bernkastel-Wittlich hat den Vorstand gewählt (von links): Vorsitzender Dirk Richter, Stellvertreterin und Landtagskandidatin Rita Wagner, Protokollführerin Christel Wieck, Schatzmeister Helmut Bohr sowie der zweite und der dritte stellvertretende Vorsitzende Frank Klein und Karl-Heinz Grünfelder. Rechts im Bild der Landtagskandidat für den Wahlkreis "Hunsrück-Mosel", Ulrich Schwab. Foto: Ursula Schmieder
Der FDP-Kreisverband Bernkastel-Wittlich hat den Vorstand gewählt (von links): Vorsitzender Dirk Richter, Stellvertreterin und Landtagskandidatin Rita Wagner, Protokollführerin Christel Wieck, Schatzmeister Helmut Bohr sowie der zweite und der dritte stellvertretende Vorsitzende Frank Klein und Karl-Heinz Grünfelder. Rechts im Bild der Landtagskandidat für den Wahlkreis "Hunsrück-Mosel", Ulrich Schwab. Foto: Ursula Schmieder
MORBACH. (urs) Ja zu Familie, Hahn und Hunsrückbahn – aber ein Klares Nein zur ausufernden Bürokratisierung. Das sind die Eckpfeiler, mit denen die Kreis-FDP in den Wahlkampf startet.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl verlangt ein Kreisparteitag mit Neuwahlen den Geladenen ordentlich Fleißarbeit ab. Gilt es doch, parallel zu nicht enden wollenden Wahlgängen auch noch die Weichen für die Wahl zu stellen. Für den FDP-Kreisverband Bernkastel-Wittlich hat dabei vor allem die Familie Vorrang. Dies macht nicht nur Bezirksvorsitzende Nicole Morsblech (MdL) in Morbach deutlich. Das FDP-Ziel einer "betriebsnahen Kinderbetreuung" halte sie für einen wichtigen Schritt, so Morsblech. Für den Kreisvorsitzenden Dirk Richter orientiert sich dieser Schritt an der aktuellen Situation. Die Familie sei nun einmal im Wandel - ebenso wie es überhaupt einen Wertewandel in der Gesellschaft gebe. Erfahrung in punkto Familie bringt der Landtagskandidat des Wahlkreises "Hunsrück-Mosel" mit, der Gonzerather Ulrich Schwab. Kindererziehung sei heute sehr schwierig, betont der vierfache Vater. Versuche der Politik, die schwierige Vereinbarkeit von Beschäftigung und Kindererziehung über Geld in den Griff zu bekommen, hält er für einen wenig erfolgversprechenden Weg. "Was wir brauchen, sind flexiblere Arbeitsplatz-Regelungen", ist Schwab überzeugt. Ein weiteres Thema, das sich die FDP neben Bildung und Arbeitsmarkt auf die Fahnen geschrieben hat, ist laut Richter die Entbürokratisierung. Dass Unternehmen seit neuestem 13 Mal pro Jahr Sozialabgaben zahlen müssten, sei "hanebüchen". Er kündigte an, damit in den nächsten Wochen "bei den Mittelständlern rum zu gehen". Daneben sind dem Kreisverband die Beschäftigung von Saisonarbeitskräften im Weinbau, aber auch die Hunsrückbahn, ein Anliegen. Vor allem der FDP-Gemeindeverband Morbach drängt mit Nachdruck auf eine Reaktivierung der Strecke über den vom Kreisverband einmütig befürworteten Hahn hinaus. Der Argumentation der Morbacher, mit einer Anbindung an das Wintersportgebiet Erbeskopf sowie ans Saarland böten sich weitere Nutzungschancen, schließen sich die Parteifreunde aus Thalfang ohne Wenn und Aber an. Entsprechend einmütig haben in Morbach 45 stimmberechtigte Mitglieder ihren neuen, überwiegend bereits bewährten, Vorstand gewählt (siehe unten). Ebenso fiel die Entscheidung, den regulären monatlichen Beitrag auf acht Euro fest zu setzen.