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Foxtrott im Filou

Das Tanzbein schwingen wie hier im "Brückenkeller", das ist in Bernkastel-Kues das ganze Jahr über möglich. Meist auch mit Live-Musik. Die Antwort auf "Wo?" und "Wann?" fällt jedoch je nach Alter und Musik-Geschmack unterschiedlich aus.Foto: Ursula Schmieder
Das Tanzbein schwingen wie hier im "Brückenkeller", das ist in Bernkastel-Kues das ganze Jahr über möglich. Meist auch mit Live-Musik. Die Antwort auf "Wo?" und "Wann?" fällt jedoch je nach Alter und Musik-Geschmack unterschiedlich aus.Foto: Ursula Schmieder
BERNKASTEL-KUES. Tanzkeller haben in der Doctorstadt das ganze Jahr Konjunktur. Allerdings liegt der Schwerpunkt saisonal bedingt im Sommer und Herbst. Doch bleiben einige dank des Kurbetriebs auch im Winter zeitweise offen. Von unserer Mitarbeiterin <br>URSULA SCHMIEDER

Sie haben so viel versprechende Namen wie "Bacchuskeller" oder "Doc's Bar", "Filou" oder "Gärkeller". Die Besucherzahlen der Tanzkeller in Bernkastel-Kues sind jedoch unterschiedlich. Was zum einen daran liegt, ob Live-Musik geboten wird, zum anderen, welche Musiker und Sänger auftreten. Eine weitere Hürde für Tanzbegeisterte sind die unterschiedlichen Öffnungszeiten, die sich an Saison und Nachfrage orientieren. Daher bleiben auch nicht alle über den Winter offen. Was Tanzwillige jedoch nicht schrecken kann. Sie wissen so gut wie immer, wo in der Doctorstadt was los ist. Der größte Tanzkeller in Bernkastel-Kues ist der "Brückenkeller". Gelegen direkt an der Brücke unter dem Hotel Drei Könige. Ein beliebter Keller, in dem samstags in der Regel das Rondo-Quartett mit den Sängern Magoschka und Steven spielt. Zum Leidwesen begeisterter Tänzer ist der Keller jedoch nur von August bis Ende Oktober geöffnet. Ausnahme: Feste wie Silvester. Die übrigen Keller sind allesamt auf Bernkasteler Seite. Wie der "Bacchuskeller", etwa 200 Meter vor Ortsende Richtung Graach. Frankie, Helena und Peter geben dort meist den Ton an. Die musikalischen Stars im "Filou" neben Cafe Thiesen in der Schwanenstraße sind Veronika und Mirko. Geöffnet ist immer donnerstags bis samstags, September und Oktober auch sonntags. Nach Allerheiligen schließen sich jedoch die Türen bis Ostern. In "Doc's Bar", unterhalb der Doctor-Weinstuben, sind Monika und Christian die Stars. Der Tanzkeller hat im Winter bis auf zwei Ruhetage die Woche geöffnet und am Wochenende gibt's Live-Musik. Fehlt nur noch der "Gärkeller" des Hotels Burg Landshut. Er ist im Winter freitags und samstags geöffnet. Auch auf dem Plateau wird fleißig geschwoft

Doch sind damit die Möglichkeiten nicht erschöpft. Schließlich hat Bernkastel-Kues ein Plateau. Und dort hat die Tanzkultur ebenfalls einiges zu bieten. Wie im "Café Netzroller". Das Tennisplatz-Tanzcafé wartet dienstags und freitags mit Live-Musik auf und hat den Winter über täglich geöffnet. Ebenso das benachbarte "Parkcafé ", das seine Türen von 9 bis 24 Uhr offen hält. Montags, dienstags, mittwochs und freitags übrigens live mit dem "Duo Diamante". Täglich außer sonntags und montags hat der "Palmengarten" im Hotel Moselpark auf. Hier steht von Dienstag bis Freitag Live-Musik auf dem Programm. Einer, der sich in Sachen Tanz in Bernkastel-Kues bestens auskennt, ist Horst Stablo. "Ich bin ja jede Woche da", verrät der Lösnicher. Auf jeden Fall sei in der Stadt "schon was los", die Tanzkeller oft überladen. Vor allem abends ab elf, halb zwölf. Die uneingeschränkten Stars der Live-Musik-Szene sind nach Einschätzung des Mittsechzigers die Sängerinnen aus "Doc's Bar" und "Brückenkeller". Monika sei "sehr temperamentvoll und unwahrscheinlich gut". Nicht minder gefällt ihm Magoschka. Die beiden zusammen, das wär "der Wahnsinn". Auch jüngere Tänzer werden in der Stadt fündig. "Wir gehen gern aus und tanzen gern", erzählt Petra Schäfer. Sie hatte mit ihrem Freund den letzten Abend des Brückenkellers genutzt. Und wohin geht's nun? Dann seien sie eben wieder mehr unter sich, meint Andreas Hans. Schwierig bei den Kellern ist, dass heute kaum einer sagen kann, ob sie über den Winter geöffnet bleiben. Denn das hängt nicht nur von den Gästezahlen ab. Was Manfred Thiesen vom "Filou" so erklärt: "Wir haben den Keller immer voll - im Winter mit Hochwasser, im Sommer mit Gästen."