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Für Ausbau ohne Wenn und Aber

In greifbare Nähe gerückt ist nach den aktuellen Beschlüssen des Kreisausschusses auch der Ausbau der Kreisstraße K 15 in Karl.Foto: Nora John
In greifbare Nähe gerückt ist nach den aktuellen Beschlüssen des Kreisausschusses auch der Ausbau der Kreisstraße K 15 in Karl.Foto: Nora John
BERNKASTEL-WITTLICH. Der Ausbauplanung zu vier Ortsdurchfahrten stimmte jetzt der Kreisausschuss zu. Eine gute Nachricht, mit der nicht alle Ortsbürgermeister angesichts der Kreisfinanzen gerechnet hatten. Von unserer Mitarbeiterin <br>NORA JOHN

Ganz schnell ging es im Kreisausschuss bei den Tagesordnungspunkten 6 bis 9. Es ging um die Zustimmung zu den Ausbauplänen zu mehreren Ortsdurchfahrten. Ohne Diskussion und Einwände wurde den Ausbauplänen der K 15 in Karl, der K 34 in Hetzhof, der der K87/89 in Burgen und der K 122 in Morbach-Bischofsdhron zugestimmt. Für die Ortsbürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter war dies eine gute Nachricht. "Wir haben dieses Jahr gar nicht mehr damit gerechnet", freut sich Kinderbeuerns Ortsbürgermeister Friedrich Mittendorfer und betont die Wichtigkeit des Beschlusses für seinen Ort: Die Straße in Hetzhof sei vor Jahren neu kanalisiert und danach die Fahrbahndecke nur notdürftig hergerichtet worden. Außerdem seien die Bürgersteige sehr schmal. Kein Gehweg in der Kurve

Ein Ausbau der Ortsdurchfahrt sei notwendig. Auch die Fahrbahndecke sei in sehr schlechtem Zustand und breche an verschiedenen Stellen auf. Ursache sei zum Teil auch der Frost. Doch vor allem steht für Mittendorfer die Sicherheit der Fußgänger im Vordergrund. Gefährlich sei etwa, dass im Kurvenbereich ein Gehweg fehle. Mittendorfer hofft auch, dass die Beleuchtung verbessert wird, das allerdings werde nicht mehr in seine Amtszeit fallen, da er bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr antreten wolle. In Burgen soll nicht nur die Straße sondern auch die Kanalisation/ erneuert werden, erklärt Ortsbürgermeister Reinhard Grasnick. Die Kanalisation stamme noch aus den Jahren 1908 beziehungsweise 1909 und sei daher völlig veraltet. Neu für die Gemeinde ist ein geplanter Gehweg, denn: "Keine Kreisstraße darf mehr ohne Gehweg gebaut werden", weiß Grasnick über die neuen Bestimmungen. Grasnick freut sich nicht allein über die geplanten Maßnahmen: "Der ganze Ort wird sein Gesicht verändern." Den Bauarbeiten selbst sieht er gelassen entgegen. Eine Umleitung werde eingerichtet und dann werde das wohl gehen, meint er optimistisch. Schon länger gibt es Bauarbeiten in Karl. Auch hier werden neue Kanäle gelegt. "Der alte Kanal ist marode", erklärt Ortsbürgermeister Heinz Lukas. Die meisten davon betroffenen Straßen seien allerdings Gemeindestraßen, für die der Ort auch selbst aufkommen müsse. Doch nach dem Beschluss des Kreisausschusses ist nun auch der Ausbau der Kreisstraße 15, die am Karler Bürgerhaus vorbeiführt, in greifbare Nähe gerückt. Matthias Schabbach von der Verwaltung in Morbach erläutert die geplante Maßnahme in Morbach-Bischofsdhron. Der Streckenabschnitt, der ausgebaut werden soll, sei jetzt in einem sehr schlechten Zustand. Der Oberbelag weise Schäden auf, auch die Wasserführung müsse erneuert werden. Im Zuge der Erneuerung der Straße werden auch die Gemeindewerke einen neuen Ortskanal bauen. Zudem werde ein Rad- und Gehweg entstehen, der später bis nach Morbach geführt werde. Auch ein Gefahrenpunkt, an dem die Autos bisher nur "durchpreschten" werde entschärft. Und an der Bushaltestelle solle im Rahmen des Ausbaus für mehr Sicherheit gesorgt werden.