| 21:07 Uhr

Gaudi hoch drei

So adrett wie die Mädels aus Ehrang treten längst nicht alle Kandidaten beim ersten Show-Tanz-Festival der "Cueser Schweden" an. Manche lassen sogar mächtig die Hüllen fallen, um bei der Jury zu punkten. Foto: Ursula Schmieder
So adrett wie die Mädels aus Ehrang treten längst nicht alle Kandidaten beim ersten Show-Tanz-Festival der "Cueser Schweden" an. Manche lassen sogar mächtig die Hüllen fallen, um bei der Jury zu punkten. Foto: Ursula Schmieder
BERNKASTEL-KUES. (urs) Knackige Jungs und Mädels haben mit frivolen "Damen" der Show-Tanz-Premiere der "Cueser Schweden" zu einem Riesenerfolg verholfen. Der Erlös des närrischen Festival-Abends kommt der Jugendarbeit zugute.

In langen roten Kapuzen-Mänteln kommen sie daher - nein, nicht von drauß' vom Walde her. Da hätte es die wackeren "Huckebein"-Nikoläuse wohl arg gefröstelt an diesem Abend. Was die Auswahl waschechter Karnevals-Prinzen unter ihren dünnen Mäntelchen trägt, ist nämlich kaum geeignet, winterlicher Kälte zu trotzen.Die Gaudi kennt daher keine Grenzen, als sie ihre Hüllen fallen lassen, um in Straps und Mieder eine kesse Sohle aufs Parkett zu legen. Den Sieg haben sie aber letztlich nicht davon tragen können beim ersten Show-Tanz-Festival der "Cueser Schweden". Die durchweg etwas zierlicher gebauten Herren des Männerballetts der "Plateau Narren Ferschweiler" machten das Rennen, Gefolgt von stattlichen Marineoffizieren aus Dreis, die bereits eine Woche zuvor in Arenrath die Nase vorn hatten. Den dritten Platz heimste die Garde der Kueser Gastgeber ein.

Insgesamt wetteiferten 13 Gruppen - Garden, Balletts und Showtänzer - um den Sieg. Darunter auch Tänzer aus Ehrang und Manderscheid, Trittenheim und Monzelfeld sowie natürlich aus Graach, Bernkastel und Kues. Um der Jury die Urteilsfindung zu erleichtern, fiel daher die Meinung des Publikums zu 25 Prozent mit ins Gewicht. Was die Stimmung im mit 350 Besuchern vollbesetzten Jugendheim zusätzlich brodeln ließ. Selbst die Huckebein-"Konkurrenz" kam voll auf ihre Kosten.

Was Möhne Jutta Göbel-Dambly nach dem "stressigen" Weiberdonnerstag gerade recht kam. "Wir haben jetzt mal Pause", genoss sie die Rolle der Zuschauerin. Die Kueser Garde war dafür umso aktiver. "Ich find's geil - und lustig ist's hier", begrüßte Melanie Denzer die Festival-Idee.

Die Cueser Schweden dürften mit der Bilanz ihrer Premiere daher zufrieden sein. Der Erlös kommt laut Festival-Organisator Thomas Wüsten der Jugendarbeit in Berkastel-Kues zugute - konkret der Pfadfinderschaft St.Georg, dem Musikverein der Stadt und dem "Schweden"-Nachwuchs.