| 21:07 Uhr

Gegensätzlicher geht’s kaum

Peter Bleser (CDU) am Wahlabend in der Kreisverwaltung Cochem-Zell: Zusammen mit Landrat Eckhard Huwer (rechts) blickt er auf die einlaufenden Ergebnisse. In der VG Traben-Trarbach erhält Bleser deutlich weniger Erststimmen als im gesamten Wahlkreis. Foto: Winfried Simon
Peter Bleser (CDU) am Wahlabend in der Kreisverwaltung Cochem-Zell: Zusammen mit Landrat Eckhard Huwer (rechts) blickt er auf die einlaufenden Ergebnisse. In der VG Traben-Trarbach erhält Bleser deutlich weniger Erststimmen als im gesamten Wahlkreis. Foto: Winfried Simon
TRABEN-TRARBACH. Es gibt wohl kaum eine Verbandsgemeinde, wo so unterschiedlich gewählt wurde wie in der VG Traben-Trarbach. Während im Moselort Burg die CDU auf 53,2 Prozent der Zweitstimmen kommt, spielt sie in der Hunsrückgemeinde Lötzbeuren keine Rolle. Hier wählten nur 13,4 Prozent die CDU. Von unserem Redakteur <br>WINFRIED SIMON

Beim Blick auf die Wahlergebnisse in der VG Traben-Trarbach fällt ein Ort ganz besonders auf: Starkenburg. Hier gab es ungewöhnlich starke Wählerbewegungen. Die CDU verliert 16,7 Prozent, und die FDP legt um 14,3 Prozent zu. Die Liberalen kommen in dem 270 Einwohner großen Ort auf 26,8 Prozent - das sind fast so viele Stimmen wie die CDU (30,2 Prozent) und die SPD (32,2 Prozent) erhalten haben. Offenbar hat die CDU in Starkenburg mächtig an Kredit verloren, die FDP konnte davon profitieren. Die CDU verliert in der VG Traben-Trarbach aber insgesamt weniger als auf Bundesebene (-1,9 Prozent). Sie kann in den Gemeinden Enkirch (+0,2 Prozent) und Irmenach (+3,4 Prozent) sogar zulegen. Überdurchschnittlich groß sind die CDU-Verluste in der Stadt Traben-Trarbach (-3,5 Prozent) und in Burg (-4,2 Prozent). In Burg hat die CDU aber nach wie vor die meisten Anhänger. Sie kommt hier immer noch auf 53,2 Prozent der Zweitstimmen.Lötzbeuren: Grüne und Linkspartei stark

Lötzbeuren fällt aus mehreren Gründen aus dem Rahmen: Hier erhält die CDU nur 13,4 Prozent der Zweitstimmen. Das ist mit Abstand das schlechteste CDU-Ergebnis in der ganzen Region.

In dem Ort wird sei jeher "rot" gewählt, einen Vorsprung der SPD gegenüber der CDU von 36,8 Prozent hat es aber vermutlich noch nicht gegeben.

In Lötzbeuren erhalten außerdem die Grünen (10,9 Prozent) und die Linkspartei (8,1 Prozent) die meisten Stimmen auf VG-Ebene. Es fällt allerdings auf, dass die Grünen in dem Ort, der sehr nahe am Flughafen Hahn liegt, 1,6 Prozent verlieren. In allen anderen Gemeinden, außer in Enkirch (-0,3 Prozent), legen die Grünen zu.

Die FDP kommt in der VG Traben-Trarbach fast an ihr Ergebnis in der VG Kröv-Bausendorf heran. In allen Orten holt sie deutlich mehr als zehn Prozent, in Starkenburg, wie schon angemerkt, springt sie auf 26,8 Prozent. Relativ geringe Wählerbewegungen hat es in der Stadt Traben-Trarbach gegeben. Die SPD bleibt zweitstärkste Kraft, kann ihren Abstand zur CDU aber von 2,4 auf 1,5 Prozent verringern.

Die FDP legt nur leicht zu (+0,6 Prozent), ebenso die Grünen (+0,1 Prozent).

Die NPD bleibt auch in der VG Traben-Trarbach unbedeutend, die meisten Stimmen erhält sie in Burg (2,4 Prozent) und in der Stadt Traben-Trarbach (1,3 Prozent).

Ein Blick auf die Wahlbeteiligung: Diese war wie schon vor drei Jahren im Starkenburg am höchsten (84,7 Prozent), während die Stadt Traben-Trarbach erneut die niedrigste Wahlbeteiligung aufzuweisen hat (70,5 Prozent).