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Hat meine Puppe einen Puls?

Wie man Verbände anlegt üben die 19 Vorschulkinder beim spannenden Besuch im Cusanus-Krankenhaus. Foto: privat
Wie man Verbände anlegt üben die 19 Vorschulkinder beim spannenden Besuch im Cusanus-Krankenhaus. Foto: privat
Bernkastel-Kues. Niemand wünscht es sich, krank zu sein, aber wenn man mal sehr krank ist, findet man in einem Krankenhaus Hilfe. Das wussten auch die 19 Wintricher Vorschulkinder aus der Katholischen Kindertagesstätte St. Stephanus, die zu einem Besuchstermin in das Cusanus-Krankenhaus nach Bernkastel-Kues kamen.

Bernkastel-Kues. Die Kinder waren neugierig auf die Menschen und Abläufe in der Klinik, denn ihre Erzieherinnen Doris Auler, Petra Weis-Müller und Jasmin Haugrund hatten sie mit Geschichten und Gesprächen bereits auf das Thema eingestimmt.
Anästhesieschwester Elke Ehlen begrüßte die Gruppe und begleitete den Rundgang. Die Kinder konnten die Unfallchirurgische Ambulanz, ein speziell für Kinder ausgestattetes Krankenzimmer und sogar OP- Schleuse und Aufwachraum besuchen.
"Die Monitore im Aufwachraum zeigen uns den Puls unserer Patienten und auch die Sauerstoffsättigung im Blut" erläuterte ihnen Schwester Elke. Der sechsjährige Luca bewies besonderen Mut und ließ sich von ihr an die Monitorüberwachung anschließen. Schnell sahen alle, dass das Herz von Luca ganz munter klopfte und er auch viel Sauerstoff im Blut hat. "Hat meine Puppe auch einen Puls", fragte ein anderes Kind und hielt seine Puppe hoch. Gebannt schauten nun alle Augen wieder auf den Monitor, aber wo bei Luca schöne Wellenlinien zu sehen waren, blieben bei der Puppe alle Linien glatt. "Weil die Puppe gar kein Herz hat", schlussfolgerten die Kinder einstimmig.
Kindgerecht erklärte Schwester Elke, wie Patienten auf Operationen vorbereitet werden, und räumte nebenbei auch mit der Vermutung der Kinder auf, dass in Narkosespritzen entweder Wasser oder Mayonnaise sei. Anschließend probierten sich die Kleinen noch im Anlegen eines Armverbandes und erfuhren, welche Dienstkleidung für Schwestern und Ärzte im OP-Bereich gilt. "Was wollt ihr später mal werden", fragte Schwester Elke abschließend in die Runde und zählte hoch erfreut mindestens zehn Krankenschwestern, einen Rettungswagenfahrer und sogar eine "Chefin der Krankenschwestern".
Den Ausflug rundete ein Café teriabesuch ab, für den Gudrun Schweisel, leitende Hauswirtschafterin der Klinik, Kakao und Gebäck vorbereitet hatte. Von ihrem Besuch nahmen die Kleinen viele neue Eindrücke mit nach Hause. Der vielleicht wichtigste ist, dass man vor dem Krankenhaus keine Angst haben muss, denn dort arbeiten viele freundliche Menschen, die sich, wie Schwester Elke, um das Gesundwerden kümmern. red