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Höhlen, Hütten und Höhenmeter - 100 Wanderer erkunden und loben Moselsteig-Seitensprung entlang von Kleinich

Noch geht's gemächlich zu entlang der Tälertour, aber die Wanderer erwarten noch einige Anstiege. TV-Foto: Ursula Schmieder
Noch geht's gemächlich zu entlang der Tälertour, aber die Wanderer erwarten noch einige Anstiege. TV-Foto: Ursula Schmieder FOTO: Ursula Schmieder (urs) ("TV-Upload Schmieder"
Kleinich. Weit mehr als 700 Stunden haben fleißige Helfer in den dritten Moselsteig-Seitensprung der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues investiert. Die Mühe hat sich gelohnt. Bei der Eröffnung von "Kirchspiel\'s Tälertour" wanderten 100 Menschen mit, die nette Worte fanden.

Kleinich. Über schmale Wege geht es durch Buchenwälder mit hohen Bäumen, die wie mächtige Dächer Schatten spenden und immer vorbei an einem Wasserlauf. Mal rauscht ein Bach tief unten im Tal, mal schlängelt er sich gemächlich am Pfad entlang. Naturliebhaberin Adelheid Felsch ist begeistert von der "richtig urigen" Landschaft mit Höhlen, moosbewachsenen Bäumen und Holz-Brücken: "Demnächst werde ich mal die ganze Strecke gehen." Denn eröffnet wurde die "Kirchspiel\'s Tälertour", ein Rundweg des Moselsteigs mit zwei Kurz-Etappen (der TV berichtete). Insgesamt führt er über 13 Kilometer und auf Höhen von 240 bis 450 Metern zu Kleinich, Götzeroth, Emmeroth, Pilmeroth und Fronhofen.
"Das war eine wunderbare Wanderung", lobte Marliese Simon (Traben-Trarbach) die Streckenführung des dritten Seitensprungs in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Vorbei am Bilstein-Felsen und an Schieferhöhlen habe sie der Ilsbach begleitet, und sie seien gut verköstigt worden. Wie für Seitensprünge allgemein üblich, sollte der Weg "still und heimlich" gegangen werden, empfahl Guido Stoffel. Er ist der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Kirchspiel Kleinich, der das Projekt seit 2011 realisierte, unterstützt von vielen Helfern. Etwa 35 Ehrenamtliche leisteten laut Stoffel "weit über 700 freiwillige Helferstunden", um Wege frei zu schneiden oder Stege und Brücken zu bauen. Dank gebühre aber auch der Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues, die Zuschuss aus dem Europäischen Leader-Programm beantragte. Von 16 500 Euro - statt kalkulierter 23 000 Euro - wird voraussichtlich etwa die Hälfte übernommen. Ortsbürgermeister Burkhard Born lobte den Elan der Helfer. Daher hoffe er, dass die Tour viele Menschen locke und auch in die örtlichen Betriebe führe. Zur Eröffnung sang der Gesangverein, und Prädikant Hans-Günter Schmidt sprach Segensworte. urs