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Ideal für Rollstuhlfahrer

Platz genug und nicht zu steil: Die Rampe, die zwischen Nikolaus-Hospital und Senioren-Akademie zur Mosel führt, kommt Rollstuhlfahrern und Fußgängern entgegen.Foto: Clemens Beckmann
Platz genug und nicht zu steil: Die Rampe, die zwischen Nikolaus-Hospital und Senioren-Akademie zur Mosel führt, kommt Rollstuhlfahrern und Fußgängern entgegen.Foto: Clemens Beckmann
BERNKASTEL-KUES. Endlich gibt es einen vernünftigen Abgang zum Leinpfad am Kueser Moselufer. Damit wird ein lang gehegter Wunsch wahr. ARRAY(0x2007349d0)

"Das ist gut so!" Gisela Degen macht zufrieden kehrt, nachdem sie die neue Rampe, die zwischen Nikolaus-Hospital und Seniorenakademie, zum ersten Mal befahren hat. Sechs Prozent Neigung seien ideal, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK), Bereich Mittelmosel. "Es ist wichtig, dass es nicht so steil ist, sonst muss man zu viel bremsen", klärt sie auf. Umgekehrt sei nicht so viel Kraftanstrengung nötig, um nach oben zu fahren. Auch BSK-Vorsitzende Anita Reichert hat nichts auszusetzen: Die 18 Meter lange Rampe hat ihre Bewährung mit Auszeichnung bestanden.Die Spaziergänger hätten sie gleich in Beschlag genommen, berichtet Theresa Spies, Leiterin der Akademie Kues. Bis es so weit war, hat es allerdings lange gedauert. "Drei Jahre", sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Port. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hatte die Rampe ins Gespräch gebracht und auch Zustimmung bei den anderen Fraktionen geerntet. Erst war von einem Aufzug die Rede (65 000 Euro), dann von einem Abgang in Serpentinenform (40 000 Euro). "Das war nicht zu bezahlen", sagt Wolfgang Port. Dann nahm Beigeordneter Gerhard Lenssen die Sache in die Hand. Und plötzlich ging alles wie von selbst. Die Rampe kostet nur noch 20 000 Euro. Immerhin 5000 Euro davon stiftete der 98-jährige Felix Kuhn, der immer schon einen solchen Abgang ans Moselufer befürwortet hatte. "Schön, dass es noch Bürger gibt, die so etwas tun", lobt der Stadtbürgermeister. Die Rampe ist natürlich auch für Radfahrer gedacht. Die mussten sich bisher mühsam den Weg zur Mosel suchen, verfuhren sich oft im Stiftsweg. "Die Rampe wird noch richtig ausgeschildert", verspricht Bauhof-Leiter Markus Ruf. Für den hat Gisela Degen sowieso noch ein Kompliment bereit. Ein Anruf habe genügt und schon sei auf dem Forum-Parkplatz ein Behinderten-Parkplatz ausgewiesen worden, erzählt sie.