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Verkehr
Im Gespräch: Fünf Parkzonen für Bernkastel

Bernkastel-Kues. Die Stadtratsfraktionen wollen noch einmal intern beraten und erst in der nächsten Sitzung eine Entscheidung treffen. Aber es könnte so sein, dass für den eng bebauten Stadtteil Bernkastel ein Parkkonzept erstellt werden kann, das die Probleme der Anwohner zumindest etwas abmildert.

Die Entwicklungsagentur ist auf Wunsch der Stadt tätig geworden. Fünf Parkzonen könne es demnach geben, erläutertern Bianca Waters und Kerstin Leisen in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Und zwar in folgenden Bereichen: Gestade, Hinterm Graben, Moselvorgelände, Burgstraße und Schanzstraße.

Es soll ein Gesamtkonzept für den Stadtteil erstellt werden. Der Grund ist klar. In der Burgstraße werde es zum Beispiel nur fünf öffentliche Parkplätze geben können. In dem Bereich leben aber etwa 150 Leute. Da sei sonst Ärger programmiert.

Insgesamt soll es im Stadtteil Bernkastel etwa 100 Anwohnerparkplätze geben. Das funktioniert aber nur, wenn ein Teil der bewirtschafteten Parkplätze auf dem großen Moselparkplatz dazu genommen wird. Die wegfallenden Einnahmen sollen wahrscheinlich durch höhere Parkgebühren kompensiert werden. Derzeit werden dort pro Jahr Einnahmen von mehr als 500 000 Euro erzielt, über die die Stadt verfügen kann, ohne davon Umlagen an Kreis und Verbandsgemeinde zu zahlen.

Nach Auskunft von Waters und Leisen gibt es in Bernkastel etwa 700 potenzielle Antragsteller für einen Parkausweis. Das könnte also auf ein Verhältnis von sieben Nutzern pro Parkplatz hinauslaufen. Eine Garantie auf einen Platz gibt es damit nicht. Bisher stehen dort 30 unbewirtschaftetete Parkplätze zur Verfügung. Ursprünglich war daran gedacht auch einen Teil von Kues in das Konzept einzubeziehen. In dem  Bereich gebe es aber noch relativ viel unbewirtschafteten Parkraum. Deswegen sollen die Pläne erst einmal in Bernkastel umgesetzt werden.