| 12:25 Uhr

Stadtentwicklung
Auf der Suche nach Parkraum in Bernkastel-Kues

Parken am Gestade in Bernkastel-Kues.
Parken am Gestade in Bernkastel-Kues. FOTO: klaus kimmling (kik), klaus kimmling
Bernkastel-Kues. In der engen Bernkasteler Altstadt ist kaum Platz für parkende Autos. Bürger haben am 1. Februar die Chance, Lösungsmöglichkeiten zu präsentieren. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

Stadtbürgermeister Wolfgang Port lässt nicht viel auf Bernkastel-Kues kommen. Einige Sätze in seiner Haushaltsrede überraschten deshalb – oder auch nicht, denn sie sollen etwas bewirken. „Es braucht uns nicht zu verwundern, dass viele Wohnungen in der Innenstadt nicht vermietbar sind, da keine Parkmöglichkeiten in zumutbarer Entfernung vorhanden sind“, sagte er. „Da nützt es auch nichts, die Wohnungen im Innenstadtbereich zu modernisieren. Allein durch die Parkplatzproblematik geht die Anzahl der Interessenten, die sich für ein Wohnen in der Innenstadt entscheiden, fast gegen Null“, fügte er an.

Die Thematik hat sich noch verschärft, weil die Stadt gezwungen war, für das Anwohnerparken ausgewiesene Parkplätze am Moselufer zu kündigen. Ein Anwohner, der keinen Platz bekam, hatte dies rechtlich erzwungen (der TV berichtete). Auch einige Hoteliers müssen seither auf Plätze für ihre Gäste verzichten und warten sehnsüchtig auf eine Alternative. Leute wie Anwohner Hans-Walter Züber, der ein Haus in der Altstadt hat, in dem nicht nur er, sondern auch vier Mieter wohnen, hofft beispielsweise auf eine Wiederbelebung des Anwohnerparkens in der Straße Hinterm Graben (der TV berichtete)

Ein erster Schritt in Richtung einer spürbaren Verbesserung könnte  am Donnerstag, 1. Februar, erfolgen. Dann ist in der Güterhalle im Stadtteil Kues eine Informationsveranstaltung zum Thema Anwohnerparken in der Altstadt Bernkastel. Federführend ist dabei die Entwicklungsagentur Bernkastel-Kues.

Dieser Abend, Beginn ist um 18 Uhr, soll, so der Stadtbürgermeister, „die Basis für eine eventuelle Beschlussfassung des Stadtrates untermauern, gegebenenfalls Zuschüsse aus Sanierungsmitteln für Privatinvestoren zu gewähren, die auf ihrem Gelände den Ausbau von Parkplätzen oder Kleinstparkhäusern im Bereich der Innenstadt vorantreiben“.

Kenner der Verhältnisse in der Innenstadt wissen: Allein die Geschichte mit Kleinstparkhäusern hört sich sehr spannend an. Die Entwicklungsagentur ermuntert die Bürger an diesem Abend,  Lösungsvorschläge zu machen. Sie könnten im Zuge der anstehenden Überplanung und Umgestaltung des Moselvorgeländes aber auch in der Innenstadt Berücksichtigung finden.