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Kellerei expandiert: ZGM übernimmt Weingut Lorch

Zell. (red) Die ZGM-Gruppe (Zimmermann-Graeff & Müller) mit 280 Mitarbeitern an den beiden Standorten Zell und Kinheim hat wesentliche Wirtschaftsgüter des Anlage- und Umlaufvermögens der Weingut Heinrich Lorch GmbH aus der Insolvenz erworben.



Das traditionsreiche Weingut Lorch wurde 1885 gegründet und hat zuletzt rund 14 Millionen Flaschen pro Jahr vermarktet. Zunehmender Kostendruck und eine unzureichende Betriebsgröße haben zum Antrag des Insolvenzverfahrens Ende Juli geführt. Darüber hinaus ist ZGM eine Kooperation mit den Winzern der Winzergemeinschaft St. Paul eingegangen, die bereits über Jahre hinweg ihre Trauben an Lorch geliefert hat. ZGM wird die Marke Lorch fortführen. Die Winzergemeinschaft St. Paul hat fast 200 Mitglieder und ist vor allem in der Südlichen Pfalz rund um Bad Bergzabern aktiv.

ZGM vermarktet 26 Millionen Liter Pfalzwein, davon wesentliche Anteile unter den Marken Michel Schneider und Zimmermann. Mit dem Erwerb der Güter des insolventen Weingutes Lorch verfügt die ZGM-Gruppe nun über einen Tankraum von insgesamt 55 Millionen Litern und eine weitere Kelterstation mit einer Herbstkapazität von 3500 Tonnen, die pro Tag bis zu 400 Tonnen Lesegut annehmen kann. Die jetzt neu gegründete Kooperation mit der Winzergemeinschaft St. Paul lässt ZGM näher an die Traube rücken und ermöglicht es, die vorhandene Qualitätsphilosophie fortzusetzen.Wie in der Vergangenheit nimmt ZGM im gleichen Lieferumfang die Frischmoste von den Kelterstationen Anselmann, Edesheim, Schönlaub und Gleiszellen auf.