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Kicker, Darts und jede Menge Spielkonsolen

Bastian Anton, Martin Boos, Christoph Leimbrock und Christian Ames (von links) fühlen sich wohl in dem mit Kicker und Play Station ausgestatteten Mülheimer Jugendraum. TV-Foto: Ursula Schmieder
Bastian Anton, Martin Boos, Christoph Leimbrock und Christian Ames (von links) fühlen sich wohl in dem mit Kicker und Play Station ausgestatteten Mülheimer Jugendraum. TV-Foto: Ursula Schmieder
Zwei Jahre nach Öffnung des Mülheimer Jugendraums fehlt es diesem eigentlich nur noch an einem: möglichst vielen Besuchern aller Altersklassen. Von unserer Mitarbeiterin Ursula Schmieder

Mülheim. Vor rund zwei Jahren hat sich die Tür des Mülheimer Jugendraumes wieder geöffnet. Die anfangs noch recht spartanische Einrichtung aus Sitzmöbeln und einer Dartscheibe ist mittlerweile ergänzt. Im Eingangsbereich steht zum Beispiel ein Kicker, der das Herz eines jeden Fans höher schlagen lässt. Und ein Fernseher mit diversen Spielkonsolen fehlt natürlich auch nicht. "Wir haben ganz viele verschiedene Spiele", freut sich Christoph Leimbrock, einer der beiden Jugendraum-Betreuer, dass für jedes Alter und für jeden Geschmack etwas dabei ist. "Von Sport über Rennen und Action bis zu Kinderspielen wie Super Mario haben wir jede Menge", bekräftigt Martin Boos, der zweite Betreuer. Außerdem könnten auch eigene Spiele in den Jugendraum mitgebracht werden.Doch mit diesen Angeboten allein wollen sich die jungen Leute nicht begnügen. Sobald das Wetter es ermögliche, seien verschiedene Aktionen geplant, erzählt Frauke Orthmann vom Jugendraum-Beirat, in dem sich neben den beiden Jugendlichen auch drei Erwachsene engagieren. Laut Leimbrock sollen künftig Grillabende ermutigen, den Jugendraum zu besuchen. Denn derzeit schauen - abgesehen von dem harten Kern von rund einem Dutzend junger Leute - nur relativ selten neue Gesichter dort vorbei. Für Beiratsmitglied Stefanie Fehres ist das aber nicht ungewöhnlich für einen Jugendraum. Es seien oft feste Gruppen, die ein solches Angebot nutzten und irgendwann wechsle das dann, weiß die Jugendpflegerin, die sich auch an ihrem Wohnort für die Jüngeren engagiert. Außerdem gebe es in der Gemeinde Mülheim sehr aktive Vereine. Jugendfeuerwehr und Sportverein seien gut besucht. Die Institution Jugendraum sei daher nur als zusätzliches Angebot gedacht. Zielvorgabe sei die überwiegende Selbstverwaltung durch die jungen Leute. Und das funktioniere auch ganz gut.Boos ist überzeugt, dass es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass der Jugendraum regelmäßig für Jugendliche ab 14 Jahren geöffnet ist. Während der Woche sei meist bis 21 Uhr offen, am Wochenende bis ein Uhr nachts. Geöffnet werde etwa ab 15 oder 16 Uhr. Da entweder er oder Leimbrock immer vor Ort sein müssten, könne keine fixe Uhrzeit eingehalten werden. Bei so viel Einsatz würden sich die Schüler natürlich freuen, wenn auch möglichst viele Jugendliche den Raum nutzen würden. Momentan sei es aber oft so, dass gerade die Jüngeren sich nicht so recht trauten, dem ehemaligen Mülheimer Posthäuschen einen Besuch abzustatten. Mit den geplanten Aktionen wollen die Jugendraum-Betreuer daher versuchen, diese Hemmschwelle abzubauen.