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Kinderkirche nach indischem Vorbild an der Mosel

Trier/Bernkastel-Kues. Trier/Bernkastel-Kues (red) Mit Aufbruchsstimmung und einem ermutigten Blick in die Zukunft ist das Projekt "Lokale Kirchenentwicklung mit Impulsen aus der Weltkirche" im Bistum Trier offiziell zu Ende gegangen, die Initiativen gehen aber weiter. Seit 2014 waren die zwei Pfarreien Neunkirchen, Bingerbrück (Pfarreiengemeinschaft Rupertsberg) und die Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues an dem Projekt beteiligt.

Auf Studienreisen nach Bolivien und Indien ließen sich die Mitwirkenden von neuen Formen des katholischen Gemeindelebens inspirieren. Durch diese Impulse entstanden in den Pfarreien individuelle Initiativen zur lokalen Kirchenentwicklung. "Kirche darf auch anders sein", lautet das gemeinsame Fazit bei der Abschlussreflexion im Robert-Schuman-Haus in Trier.
Diakon Hermann Hower aus der Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues war sowohl in Bolivien als auch in Indien mit dabei und war begeistert von der selbst organisierten lebendigen Kirche und den kleineren Basisgemeinden, in denen gemeinsam die Bibel gelesen und besprochen wird. Dieses Bibel-Teilen führte die Gemeinde daraufhin auch in Firmvorbereitungen und Gremien ein. Nach indischem Vorbild gibt es in Bernkastel-Kues seit eineinhalb Jahren ein solches Angebot speziell für Kinder. Die Neun- bis Zwölfjährigen lesen in der Kinder-Mitmach-Kirche, die einmal im Monat angeboten wird, Bibelgeschichten, sprechen darüber und dürfen das gehörte in der Kinderbibelecke in der Kirche mit Gegenständen und Figuren nachstellen. "Ich erlebe da Kinder, die zunehmend begeistert dabei sind, die mittlerweile über ihren Glauben reden und die Bibel auslegen in ihrer Sprache", sagt Hower. Er will auf jeden Fall weitermachen und das auch gerne über seine Gemeinde hinaus tragen.