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Konzept zur Jugendarbeit in Traben-Trarbach wird verfeinert und im Frühjahr dem VG-Rat vorgestellt

Teilnehmer des Jugendforums befestigen ihre Vorschläge an einer Tafel. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Teilnehmer des Jugendforums befestigen ihre Vorschläge an einer Tafel. TV-Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"
Traben-Trarbach. Das Traben-Trarbacher Jugendforum hat zahlreiche Vorschläge gesammelt, mit denen die Jugendarbeit in der VG verbessert werden kann. Große Zustimmung bei allen Teilnehmern besteht beim Thema Jugendpfleger. Christoph Strouvelle

Traben-Trarbach. Ein Jugendraum für Traben-Trarbach, einen Ansprechpartner zur Jugendarbeit für die Ortsbürgermeister, direkte Ansprache der Jugendlichen, um diese in Aktivitäten einzubinden: Das sind drei zentrale von etwa 70 Punkten, die beim Jugendforum erarbeitet werden und mit denen das Leben für Jugendliche in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach attraktiver gestaltet werden könnte.
Entwickelt werden sie beim Jugendforum, zu dem VG-Bürgermeister Marcus Heintel und Kreisjugendpfleger Peter Caspers eingeladen haben.
Bereits vorher hatte ein Workshop mit jungen Leuten erste Vorschläge gebracht. An vier Wänden haben die 40 Teilnehmer des Jugendforums, darunter Jugendliche und Vertreter von Vereinen, Lokalpolitik und Kirche, unter vier verschiedenen Themenblöcken ihre Vorschläge anbringen können.
Ein Problem, das mehrfach für die Vereine in der Jugendarbeit genannt wird, ist der fortgesetzte Trend zur Ganztagsschule.
Junge Menschen selbst möchten mehr Veranstaltungen und unkomplizierte Wege zu zeitnahen Entscheidungen. Mehr Freizeitmöglichkeiten wie Disco und mehr Mobilität - Stichwort Jugendbus - stehen ebenfalls auf den Wunschzetteln der Jugendlichen.
Und ein Jugendraum scheint in der Moselstadt ein echtes Bedürfnis zu sein. In acht Ortsgemeinden gibt es bereits eine solche Einrichtung. "Ein Jugendraum ist eine gute Möglichkeit, Langeweile zu bekämpfen", sagt der 18 Jahre alte Jonah. "Ich würde mich freuen, wenn es wirklich losgeht und wir anfangen können, den Raum zu gestalten", sagt Regina Fahle, evangelische Jugendreferentin im Kirchenkreis Simmern-Trarbach.
"Wenn es losgeht, seid ihr mit dabei", sagt sie zu den Jungen und Mädchen.
Wie können Jugendliche am Gemeinwesen besser beteiligt werden? Heintel regt an, auf die Schulen zuzugehen. "Bundespolitik wird in Sozialkunde gelehrt, Kommunalpolitik aber kaum", sagt er. Aber gerade dort könnten Menschen am ehesten ihr persönliches Umfeld mitgestalten. Eine weitere Möglichkeit könnte sein, bei Sitzungen eine Ideenwand aufzustellen. Dort könnten Jugendliche Themen anregen, mit denen sich die Politik beschäftigen solle.
Die Ortsgemeinden selber haben bei der Jugendarbeit nochmal andere Bedürfnisse. Diese stellt Caspers an der vierten Wand vor. "Die Ortsgemeinden brauchen jemand, der sie bei der Jugendarbeit unterstützt", sagt er.
Jugendliche müssten Mitspracherecht haben und entscheiden können, beispielsweise auch über ein kleines Budget. Wobei die Rede automatisch auf einen Jugendpfleger für die VG kommt. Als Caspers fragt, wer glaubt, es sei richtig, eine solche Stelle zu schaffen, zeigen alle Teilnehmer des Forums auf.
Wie geht es weiter? Heintel kündigt an, dass der 2014 beschlossene Arbeitskreis zur Entwicklung der Jugendarbeit die Ergebnisse des Jugendforums in seine bisherigen Erkenntnisse einarbeitet und daraus sein bisheriges Konzept verfeinert. Dieses soll dann Anfang 2017 dem VG-Rat vorgestellt werden.