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Kultur
Konzerte, Kabarett und Komik in Bernkastel-Kues

Jörg Lautwein, Barbara Ehses, Wolfgang Port und Karin Schommer (von links) stellen das umfangreiche Kulturprogramm vor.
Jörg Lautwein, Barbara Ehses, Wolfgang Port und Karin Schommer (von links) stellen das umfangreiche Kulturprogramm vor. FOTO: Beckmann Clemens
Bernkastel-Kues. Das neue Kulturprogramm der Stadt Bernkastel-Kues ist umfangreicher denn je. Es gibt Angebote für alle Altersgruppen. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

Kultur und Kur: In Bernkastel-Kues gehören die beiden Begriffe zusammen, obwohl es die Kur im herkömmlichen Sinn nicht mehr gibt. In den vier Kliniken auf dem Kueser Plateau wird stattdessen die Rehabilitation (Reha) groß geschrieben – in den Bereichen Kardiologie, Orthopädie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Die seit etwa 30 Jahren existierende Kultur & Kur GmbH, die ihren Sitz im Kurgastzentrum auf dem Plateau hat, ist unter anderem für das Kulturprogramm und den Unterhalt des großen Kurparks zuständig. Beide Angebote stehen aber auch den Bürgern und den Urlaubern offen. Der Kurpark soll verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Die Kulturangebote genügen bereits hohen Ansprüchen, sollen aber auch weiter verbessert werden. „So wollen wir noch mehr für das junge Publikum tun“, sagt Geschäftsführer Jörg Lautwein. Angebote gab es bereits, und sie sind auch im neuen Programm: das zweite Rudelsingen am 9. November beispielsweise, der Comedy Bahnhof am 16. Oktober, das Partyschiff am 6. April und das dritte „Freaky Friday“-Festival am 5. Juli.

Tradition hat in Bernkastel-Kues die Welt des Kabaretts. Auf die Bühne kommen Anka Zink (16. November), der studierte Deutschlehrer „Herr Krämer“ (24. Januar) und Simone Fleck als Oma Wally (13. März).

Noch größere Tradition haben die Neujahrskonzerte. Im festlichen Ambiente des Barocksaals von Kloster Machern erwachen am Jahresanfang 2019 Wiens Walzerkönige zu neuem Leben. Am 5. und 6. Januar musiziert das Ensemble Concilium musicum Wien. „Es spielt auf Originalinstrumenten, teilweise aus dem 18. Jahrhundert“, sagt Barbara Ehses vom Team der Kultur & Kur GmbH.

Begleitet werden die Musiker von der Sopranistin Natalia Sharay und dem Tenor Angelo Pollack. Beide seien ebenfalls schon sehr renommiert, sagt Ehses.

Die Neujahrskonzerte im Kloster Machern: Das ist kein Druckfehler. Der angestammte Schauplatz, die Mosellandhalle auf dem Kueser Plateau, steht zu dieser Zeit nicht zur Verfügung. Es war geplant das die Halle und das angebaute Hotel Moselpark, Pächter der Halle zu dieser Zeit saniert werden.

Die Pläne wurden allerdings ein Jahr hinausgeschoben. Da aber die Planungen für Kulturveranstaltungen weit im Voraus beginnen, wurde auch frühzeitig ein anderer Ort für die Konzerte gesucht und gefunden. Auch der Weinbautag 2019 muss deshalb weichen und feiert im Januar im Eventum in Wittlich Premiere.

Weil das Platzangebot im Barocksaal von Kloster Machern kleiner ist als in der Mosellandhalle, wird es drei Aufführungen geben. Trotzdem dürfte Eile geboten sein. „Der Vorverkauf läuft schon“, sagt Barbara Ehses. Die Neujahrskonzerte sind immer schnell ausverkauft.

Die Kinder kommen in Bernkastel-Kues auch zu ihrem Recht. Karin Schommer (Kultur & Kur GmbH) kündigt Hänsel & Gretel (14. Oktober) und Die Bremer Stadtmusikanten (17. November) an.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port spricht von einem „sehr ausgewogenen Programm“. Wie Jörg Lautwein schaut auch er verstärkt auf die junge Generation. Der Blick geht noch weiter. „Wir machen die Kulturarbeit auch für das Umland“, sagt er. Für die Größe der Stadt setzen wir schon Maßstäbe“, fügt er an. Und weiter: „Wir überlegen jedes Jahr, was wir noch besser machen können.“ Port ist auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Kultur & Kur GmbH.

Um die Saison noch etwas zu verlängern, organisiert die Kultur &Kur GmbH Anfang November drei Wanderungen. Besonderes Interesse findet bereits eine Tour zu mehreren renommierten Weingütern (mit Probe). Der Vorverkauf laufe sehr gut, sagt Mitarbeiterin Bianca Waters. 150 Personen können teilnehmen. „Es haben sich schon Gruppen aus ganz Deutschland angemeldet, die auch hier übernachten“, sagt sie. Genau das sei auch das Ziel.

Nochmal zurück zu den Rehapatienten. Karin Schommer schätzt,  dass ein Drittel der Besucher der Kulturveranstaltungen aus dieser Klientel kommen. Zu den Schauplätzen im Tal werde extra ein Transfer eingerichtet. Und im Kurgastzentrum gebe es zudem im Jahr etwa 60 Veranstaltungen, die kostenlos beziehungsweise gegen eine freiwillige Spende besucht werden können. Das fördere die Genesung. „Ein Konzertbesuch dient der Entspannung“, sagt Schommer.

Das genaue Programm und Karten gibt es bei der Kultur & Kur GmbH, Telefon 06531/3000, email:info@kulturundkur.de, www.kulturundkur.de.