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Landwirte starten Imagekampagne

Eines der Plakate, mit dem die Landwirte auf sich aufmerksam machen wollen. Foto: privat
Eines der Plakate, mit dem die Landwirte auf sich aufmerksam machen wollen. Foto: privat
"Arbeit mit Leidenschaft" - mit diesem Slogan werben die Landwirte ab sofort für die Wertschätzung ihres Berufsstandes. Vier große Plakate zieren bei vier Standorten der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) in Wittlich, Morbach, Trier-Ruwer und Gillenfeld große Tore und Wände.

Wittlich/Morbach/Trier. (red) Drei Plakatmotive zum Thema "Arbeit mit Leidenschaft" haben in Wittlich der Bauern- und Winzerverband (bwv) Bernkastel-Wittlich sowie die RWZ Wittlich und Morbach vorgestellt. Der Verband will mit dieser Kampagne gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und weiteren 17 Landesbauernverbänden auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Bevölkerung aufmerksam machen.

In Morbach blickt ein riesiges Ferkel auf die Autofahrer und Fußgänger herab, während in Wittlich und Trier eine Bauernhand mit Getreide und in Gillenfeld eine Kuh das Motiv auf dem Plakat darstellen. "Eine Bauernhand, die Getreide hält, dieses Bild weckt Vertrauen. Und Vertrauen können die Menschen in unsere landwirtschaftlichen Produkte haben", sagt Manfred Zelder, Kreisvorsitzender der bwv, über die Gestaltung des Posters. Es sage aus, was den Landwirt auszeichne. Trotz "knochenharter" Arbeit und "teilweise desaströsen" Preisen werfen die Bauern, so Zelder, nicht die Flinte ins Korn.

"Die Bauern haben das Image, nie zufrieden zu sein und immer zu klagen" sagt bwv-Kreisgeschäftsführer Wilfried Servatius. "Aber es ist nun mal so, die Lebensmittelpreise sind auf Dauer nicht kostendeckend." Deshalb seien Landwirte auf Fördergelder von der EU angewiesen. Die Direktzahlungen, die jeder Landwirt bezieht, bemessen an der Größe seines Betriebes, stünden derzeit allerdings zur Diskussion. Servatius hofft, dass die Plakataktion Bürgern und Politikern vermitteln wird, was die Bauern der Gesellschaft bringen und dass sie weiter Unterstützung brauchen, um ihren Standard zu halten.